Freitag, 28. November 2014

Good Morning Vietnam und Party Trip nach Halong Bay

Nach dem einstündigen Flug von Luang Prabang nach Hanoi war ich mehr als froh, dass der Flug einwandfrei ablief. Next Visum Check am Flughafen. Kaum hatte die Airport Halle erreicht schon durfte ich mich die mega lange Schlange anstellen. Gefühlte tausend Leute dicht an dicht an 8 Schaltern. Welcher Schalter ist der richtige? Oje ich schaute mir die anderen Touristen an aber diese waren genau so ratlos wie ich. Keine englische Beschriftung! Wird schon passen. Nach 90 min. konnte ich meinen Pass mit dem Visum vorzeigen. Ok ich war am Schalter für Diplomaten aber egal. Ich konnte meinen Rucksack holen und den Flughafen verlassen. Nachdem ich mir US-Doller und etwas vietnamesische Dong geholt habe, wollte ich den öffentlichen Bus nach Hanoi nehmen. Auf dem Weg zum Touristen Schalter sah ich einen weiteren Backpacker, der dort bereits stand. Cornelius aus Düsseldorf war ebenfalls auf der Suche nach diesem Bus. Wir unterhielten uns etwas und beschlossen dann zusammen nach dem Bus zu suchen, den wir auch schon bald fanden.
In Hanoi angekommen war mein erster Weg, dass Hostel "Hanoi Backpackers Original". Ich hatte dort zwar nicht gebucht, aber ich wusste, dass dort Megan aus Californien (kenne ich aus Bangkok) ist. Ich hatte mich mit Ihr, einen Tag vor dem Flug dort verabredet. Leider konnte die Rezeption mir nicht weiterhelfen also nutzte ich was WiFi des Hostels um Megan anzuschreiben. Dann lass ich Ihre Nachricht, dass Sie aufgrund eines Todesfall in der Familie zurück nach Amerika fliegt und das bereits in einer Stunde. Sie war bereits auf dem Weg zum Flughafen. Wir haben uns leider nicht mehr sehen können. Bye Megan, vielleicht sehe ich dich nächstes Jahr in Deutschland wieder.
Da standen Cornelius und ich, mitten in Hanoi. Dieses Hostel war leider bereits voll, jedoch konnten wir in dem Hostel "Hanoi Backpackers Downtown" einchecken.
Ein achtstöckiges Haus mit hunderten Backpackers. Ich war begeistert. Lobby mega gross, Zimmer und Gemeinschaftsbad mega sauber und das für 6 € in einem 10 Bett Zimmer. Das Hostel bot sogar Touren nach Halong Bay und SaPa an. Nachdem wir erstmal unsere Sachen ablegten ging es schon gleich darauf auf die Suche nach Essen. Noch in der Lobby lernten wir Micheł aus Polen kennen, der bereits seit paar Tagen in Hanoi ist und für eine Jahr in Hanoi leben und arbeiten will. Wir nannten Ihn unseren City Guide weil es uns etwas über die Stadt zeigte und wo man am besten essen und trinken gehen kann.
Hanoi ist wie: ein Unfall, schlimm anzusehen aber weck schauen geht auch nicht!
Sehr laut was den Verkehr angeht. Überall Mopeds die ständig hupen (es wird gehuppt wenn man einen anderen Fahrer überholt) und diese fahren wie die bekloppten egal wo und wie schnell.
Entweder man mag es oder nicht. Ich fand es heftig aber zugleich interessant.
Die Straßen sind voll von kleinen Imbissen am Straßenrand wo man auf Kinderplastikstühlen sitzt und ein frisch gezapftes Bier trinken kann.
Bia Hoi (selbst gebrautes Bier) kostet 5000 Dong, dass sind 0,19 € ;-) und es schmeckt. Nach einem längeren Abend ging es am nächsten Morgen auf Sightseeing Tour aber leider nicht lange, da das Wetter nicht mitspielte. Wir beschlossen im Hostel die Halong Bay Tour zu buchen. Die Tour bestand aus 3 Tagen / 2 Nächten an einem privat Strand (Castaway Island) in Halong Bay inkl. Essen.
Am nächsten Morgen um 8  Uhr ging es direkt los. Wir erhielten bunte Sombreros damit wir uns gegenseitig nicht verlieren. Bei ca. 50 Leuten kann das schnell mal passieren. Mit dem Bus führen wir erstmal zum Ufer, danach mit dem Speed Boot zum Halong Bay. Dort dann wieder mit dem Bus auf die andere Seite um mit dem Boot zur Insel zukommen. Die Insel bestand aus einem Strand dessen enden im Meer endeten. Umringt von einer riesigen Felswand waren wir dort und es gab keinen anderen Weg. Der Strand fühlte sich leicht mehlig an da dieser so fein war. Auf der Insel gab es nur eine Bar, die gleichzeitig Lobby und Treffpunkt ist. Sonst gab es nur noch die Bungalows und ein kleines Holzplato im Wasser.
Nach dem wir alle von Bord waren wurde uns ein leckeres Buffet serviert. Unsere Insel Guides erklärten uns noch paar Regeln auf der Insel die sehr einfach klangen.
1. Wann darf auf der Insel nur mit der linken Hand trinken.
2. Die Worte: My (mein) und Ten (die Zahl 10) sind verboten.
Bricht man dies oder trinkt man mit der rechten Hand, muss das Getränk welches man gerade hat in einem Schluck leer trinken oder 10 Liegestütze machen!
Aber nur wenn man erwischt wird und eine andere Person einen sieht und Buffalo schreit. Deswegen wird diese Tour auch Buffalo-Tour genannt.
Oje das werden zwei harte Tage! Das ist ja hier eher eine Sauf-Tour anstatt Entspannung. Schon beim Essen fingen die ersten an: Buffalo zu schreien.
Es wurden auch sportliche Aktivitäten angeboten: Beachvolleyball, Kanu, Klettern, Wake Boarding, Boots Tour und Tubing. Da die Sonne scheinte planten wir für den ersten Tag mal nichts. Ab an Strand und ins Wasser.....
Nach dem Dinner fingen die ersten Jungs mit Party Spielchen an. Beer Pong und Flip Cup standen auf dem Plan. Die meisten Leute auf der Tour waren nunmal Engländer, Iren und Amerikaner. Ich wunderte mich nicht warum die ersten schon um 20  Uhr mehr als gut angetrunken waren. Die Lobby wurde dann noch eine Tanzfläche und viele legten sich noch zu später Stunde ans Wasser und genossen den klaren Sternenhimmel.
Am zweiten Tag merkten wir im Kopf, dass es doch etwas zuviel war. Nach einer Runde Volleyball legte ich mich nochmals ins Bett bevor auch schon das Mittagessen serviert wurde. Da die Sonne am zweiten Tag nicht hervor kam, blieben viele Leute in ihren Bungalows. Ich ahnte, dass die Leute am zweiten Abend nicht weniger trinken werden. Dem war auch so und die gleichen Spielchen wie am Tag zu vor wurden gespielt. Ohne mich, ein Party Nacht reichte mir erstmal. Ich setzte mich eher zu den Leuten am Strand um normale Gespräche zuführen. Dort lernte ich Tracy aus Schottland kennen die mit einem Freund ebenfalls der Insel war.
Zu später Stunde erzählten uns noch die Insel Guides, dass ab ca. 23 Uhr man ins Wasser gehen kann um das Plankton leuchten zu sehen. Kaum war es soweit und der größte Teil der Leute ging ins Wasser und schwamm zum Holzplato. Auf dem Weg sahen wir das Plankton durch unsere Hände leuchten. Nicht so schön wie unter Wasser auf Koh Tao aber trotzdem wieder ein tolles Erlebnis.
Der letzte Tag brach an und wir checkten um 11 Uhr aus, da die nächste Gruppe mit dem Boot unterwegs war. Gepackt und voll gegessen stiegen wir wieder aufs Boot zurück nach Hanoi. Nach 4 Stunden Fahrt waren wir zurück im Hostel angekommen und trafen erneut Micheł der uns unbedingt zu einer Runde Wodka einladen wollte.
Ich kann doch keinem Polen eine Schnaps ablehnen. :-)
Am nächsten Tag wurde es mal wieder Zeit Tschüss zusagen. Cornelius hatte nur paar Tage in Vietnam Zeit und war in Ho Chi Minh City mit Freunden verabredet.
Nachdem Cornelius in sein Taxi zum Flughafen stieg, bekam ich Hunger.
TEIL 2 folgt bald....

Samstag, 22. November 2014

Luang Prabang

Luang Prabang ist die größte Stadt im Norden von Laos. Nach dem wir das Boot verlassen haben, stürmten schon die Tuk Tuk und Taxi Fahrer auf uns. Nein wir waren noch nicht in der Stadt angekommen. Das Boot hat uns erstmal 5 km vor der Stadt rausgelassen (im niemands Land). Wir versammelten uns erstmal außerhalb der Fahrer, um erstmal abzuklären wo wir genau sind. Dank der besten App für Backpacker (Triposo) konnte ich schnell den Weg finden. Wir, insgesamt 7 Leute wollten nicht den festen Preis von 5 € pro Person bezahlen und waren uns schnell einig, wir laufen. Nach den ersten 10 min. fing es schon an zu regnen. Oje echt laufen? Gleich darauf kam schon der erste Fahrer der uns für 3 € pro Kopf fahren würde. Wir lehnten ab. Als wir gerade weiter wollten sagte er 2 €. Uns Ziel war erreicht und wir packten unsere Rucksäcke auf seinen Tuk Tuk und führen los. Innenstadt, den dort trennten sich paar Wege, da manche mal wieder vorab gebucht haben. Ich mal wieder nicht. :-)
Barbara, Sun (alias Sunflower) und ich gingen ins Backpacker Hostel. Abends trafen wir uns alle wieder auf dem täglichen Nachtmarkt zum Essen. Da es erneut regnete waren wir froh, dass der Essensbereich überdacht war (teilweise zumindest). Vom vegetarischen Buffet bis zum gegrillten Fisch gab es alles und das mega günstig. Buffet und eine Flasche Bier für 2 €. Da werde ich öfters essen. Danach schlenderten wir noch etwas durch die Verkaufsstände wo man viele Souvenirs kaufen konnte.
Zum Schluss des Abends ging es noch in Bar "Utopia" lt. TripAdvisor ist es DIE Bar in der Stadt die man sehen muss. An der Hauptstraße sahen wir nur ein kleines Schild, welches uns den Weg zeigte. Ok, eine dunkle unbeleuchtete Straße an der paar Laoten standen. Wirkte ja nicht sehr vertrauenswürdig. Da wir ja eine größere Gruppe sind, wird ja schon nichts passieren. Wir liefen den Weg entlang, mal links dann wieder rechts, vorbei an Hühnern und kleine Wohnungen aus den es lecker roch. Dann hörten wir schon die Musik. Vor dem Eingang ein großer Haufen von Schuhen. In Laos muss man fast immer die Schuhe ausziehen egal ob Hostel, Läden oder Bars. Ein sehr entspannter großer Raum mit fast nur Sitzsäcken und gechillter Musik. Im Außenbereich hat man einen schönen Blick auf den Fluss sowie einen Volleyball Platz. Ja die Bar war mega cool und verdient seinen guten Ruf.
Am nächsten Tag wurde es Zeit für Sightseeing da endlich mal gutes Wetter war.
Beim Frühstück lernten wir noch Nina und Karen aus Deutschland kennen. Barbara, Sunflower, ich und die beiden Mädels machten uns auf dem Weg zum Wasserfall. Dieser lag eine Stunde fahrt entfernt und wir genossen die Fahrt im Tuk Tuk durch die Berge von Laos. Bevor es zum Wasserfall ging konnten wir noch einen Bären Zoo ansehen. Leider waren die Bären alle sehr faul und schliefen. Naja ist halt so.
Dann sahen wir schon das Ende vom Wasserfall, wow was für klares, blaues Wasser. Schwimmen ok, aber erst später! Wir hatten nur drei Stunden Zeit da unser Fahrer solange wartet. Also erstmal hinauf. Nach einem steilen Aufstieg durch den rutschigen Waldrand waren wir endlich oben angekommen. Mit Flipflops war es umso rutschigen und ich war mehr als erleichtert, dass ich nicht abgestürzt bin.
Die Aussicht war wunderschön und hatten genügen Zeit um viele Bilder zu machen.
Glücklicherweise gab es bergab einen einfacheren Weg von dem wir erst oben hörten. Also ab nach unten und ins Wasser. Eiskalt aber dafür mega sauber und klar. Nach einer halben Stunde wurde es auch schon wieder Zeit zurück zu fahren. Abends planten wir wieder, uns im Utopia zutreffen. Eine andere Wahl hatten wir schon aber uns gefiel es dort sehr gut.
Roy und Mike aus Holland, waren an diesem Tag bereits beim vietnamesischem Konsulat für das Visum für Vietnam. Ich wollte am nächsten Tag hin! Verdammt Samstag, total vergessen, dass die geschlossen sind. Oje das heißt warten bis Montag für den Antrag. Visum dauert normal drei Arbeitstage. Für mich bedeutete es dann eine Woche in Luang Prabang!
Das Wochenende verging nicht schnell genug. Nach und nach verließen uns die Leute (wie immer halt). Dann waren nur noch die beiden Jungs Roy und Mike sowie Karen und ich da. Am Sonntag Abend im Utopia erhielt ich die Whatsapp Nachricht von Kristina, dass Sie in Luang Prabang ist. Ich antwortete ihr direkt, komm ins Utopia. Ihre Antwort: Bin im Utopia! Wir sahen uns, unterhielten uns paar Minuten über unsere Pläne und Wege bevor ich zurück zu meiner Gruppe ging.
Südostasien ist echt ein Dorf!
Endlich Montag, ich ging um 9 Uhr morgens gleich zum Konsulat für mein Visum. Der nette Herr am Schalter gab mir die Möglichkeit, dass Visum für Dienstag fertig zumachen. Kostet extra! Naja ich möchte weiter nach Vietnam also alles klar. Normales Visum kostet 60 $ (ca. 48 €)  und Express Visum 70 $ (ca. 56 €).
Dann könnte ich endlich planen wie ich nach Vietnam einreise. Warum schon nach Vietnam, bin ja gerademal eine Woche in Laos? Ja das war mein Problem. Mir fehlt etwas die Zeit. Mein Aufenthalt in Thailand war länger als geplant und ich möchte Vietnam erleben und dort keine Run durchs Land machen. Also wurde es Zeit für mich Laos zu verlassen.
Als ich den Antrag fertig hatte ging es direkt zurück ins Hostel um ein Busticket nach Vietnam zuholen. Ich lass im Internet dass, der Bus von Luang Prabang nach Hanoi (Vietnam) ca. 30 Stunden braucht. Ja genau 30 Stunden. Ok ist eine sehr lange Zeit aber schlimmer war, dass dieser Weg auch als "Highway to Hell" genannt wird.
Oje, solange im Bus sitzen und dann auch noch auf so schlechten Straßen? Nein Danke. Die Zeit ist mir zu kostbar. Ich entschied zu fliegen.
Am Dienstag morgen holte ich direkt mein Visum und buchte meinen Flug für den nächsten Tag nach Hanoi. Mittags dann die Mail, ihr Flug konnte nicht gebucht werden, da ihre Kreditkarte abgelehnt wurde. Toll, jetzt auch noch das.
Nach einem Telefonat mit ebookers (welches mich 12  Euro gekostet hat, wg. der Warteschlange) konnte ich das Problem klären und mein Flug wurde bestätigt.
Abends ging ich "allein" ins Utopia wo ich noch paar Leute von den letzten Tagen getroffen habe als ich plötzlich meinen Stalker wieder traf. Stalker???
Ich habe Herman aus Argentinien in meinem Blog noch nicht oft erwähnt aber jetzt muss es sein. Ich lernte Herman das erstmal in Penang (Malaysia) kennen. Wir unterhielten uns etwas und das war's auch schon. Dann traf ich Ihn wieder:
3x Bangkok,  1x Chiang Mai, 2x Pai, 1x wieder in Chiang Mai wo wir dann auch erstmal ein Bier zusammen getrunken haben und im Facebook die Namen austauschten und jetzt in Luang Prabang. Nochmals Südostasien ist ein Dorf!!!
Er erzählte mir, dass Laos gar nicht auf seinem Plan stand aber Pläne ändern sich halt. Ist doch immer so!
Dann stand auch schon mein Flug nach Vietnam an. So ein kleines Flugzeug! Oje hoffe das wird alles gut. Starker Wind, schlechte Sicht wegen Nebel.
Laos Airlines hat ja nicht gerade die besten Statistiken. Naja Augen zu und durch.

Good Morning Vietnam, ich bin angekommen in Hanoi

Sonntag, 9. November 2014

Zurück in Chiang Mai und ab nach Laos

Chiang Mai we are back. Auf dem Rückweg von Pai trafen wir einen alten Bekannten aus unserer Zeit von Bangkok. Rob aus Dresden war mit uns im gleichen Bus unterwegs. In Chiang Mai checkten wir gleich in ein super Hostel mit Swimmingpool ein. Hostel mit Swimmingpool und das für den gleichen Preis wir viele andere Hostels in der Stadt. Wenn man richtig sucht findet man immer eins. Rob musste noch am gleichen Tag weiter nach Kambodscha reisen und Mo und ich planten erstmal wieder abends auszugehen. Kurz bevor wir los wollten dann die Nachricht, dass einer seiner Freunde einen Roller Unfall hatte und im Krankenhaus von Chiang Mai lag. Da ich Ihn bereits kennengelernt habe, machten wir uns auf dem Weg in Krankenhaus. Schulterblatt Bruch! Oje seine weiter Reise ist vorbei. Heilungsprozess etwa 3 Monate. Roller fahren ist halt überall gefährlich und das auch bei erfahrenen Fahrern. Gute Besserung Laurent.
Nach zwei Tagen in Chiang Mai wurde es Zeit für mich nach Laos zu fahren. Mo hatte bereits seinen Flug nach Singapur gebucht und reiste am gleichen Tag ab.
Bye Mo, good luck in Singapur with your Jobs.
Mit dem Mini Bus ging es erstmal nach Chiang Rai (nicht Mai ;-))
Alte Reisebegleiter sind weg, neue saßen schon im Bus. Roy und Mike aus Holland hatten den selben Weg nach Luang Prabang und planten ebenfalls mit dem Slow Boat den Mekong zu reisen. In einer einstündigen Pause in Chiang Rai könnten wir uns noch den weißen Tempel der Stadt ansehen bevor es dann an die Grenze zu Laos weiter ging. Das Visum für Laos kostet 30 US Dollar und ist für 30 Tage gültig. Mal schauen ob es sich lohnt. Noch an der Grenze lernte ich Ana, Daniel, Barbara und das Pärchen Anna und Guido aus Südamerika kennen welches auf Hochzeitsreise ist.
Reisepass und Geld abgegeben und keine 10 min. später hatte ich das Visum. Wir führen dann noch zwei Stunden in Landes innere wo wir abends erstmal in ein Hinterhof Hostel eincheckten. Einzel Zimmer mit eigenem Bad und Klima für 2 Euro. Das beginnt ja schon mal günstig. Am nächsten Morgen ging es gleich aufs Boot. Bis zum letzten Sitzplatz voll belegt. Ja es wurde etwas eng auf dem Boot aber dafür freute ich mich auf die Tour. Der Fluss war noch nicht der Mekong aber nach 2 Stunden waren wir auf dem Mekong und genossen die Schöne Landschaft. Nach etwa 6 Stunden kammen wir in einem kleinen Dörfchen an, wo wir alle anderen gleich eine Übernachtung suchten. Plötzlich sah ich Sun (alias Sunflower) eine Chinesin die mit mir und Mo in Chiang Mai im selben Hostel war.
Ich teile mir mit Sun und Barbara das Zimmer und wir gingen abends in größerer Runde noch lecker essen und unterhielten uns über unsere Reise und Pläne.
Am nächsten Morgen ging es wieder mit dem Boat weiter. 7 Stunden später waren wir in Luang Prabang angekommen.

Dienstag, 4. November 2014

das kleine Dörfchen Pai

Pai, noch nie gehört bevor ich meine Reise plante. In Chiang Mai und Bangkok hörte ich von vielen Backpackern Pai. Dank Google konnte ich vorab paar Bilder ansehen und wusste da will ich auch hin. Kristina, Mo,Diego und ich waren uns schon früh einig, dass wir da hin wollen. Gemeinsam buchten wir unsere Tickets und setzen uns in den Mini-Bus und führen keine vier Stunden in die Berge Nord Thailands. Vor Ort suchten wir erstmal eine preiswerte Übernachtung. Wir wollten in Bungalows, dass hatten wir vornherein ausgemacht. Jedoch nach dem Festival wollten das auch viele andere Backpacker. Eine Buchung vorab hätte uns mehr gebracht. Naja zu spät.
Durch eine Guten Tipp von einem Thai fanden wir eine schöne kleine Bungalow Anlage für uns vier. Mo mit Diego und Kristina und ich bezogen unsere kleinen Häuschen und entspannten uns kurz bevor es direkt in eine der zwei Hauptstraße ging. Kneipenschluss um 0:00 Uhr, was den hier los? Also ging es mal wieder in einen offenen Tanzclub. Mir war jedoch nicht nach Spaß und Freude... Ab ins Bett.
Für den Abend planten wir in kleiner Runde, dass wir nur kurz in meinen 30ten Geburtstag rein feiern und dafür meinen Geburtstag richtig rausfeiern. Oh ja ich bin jetzt dreißig!!!
Tja es wurde doch nichts draus und die geplante kurze Nacht ging bis 7 Uhr morgens. Pläne ändern sich halt. Dieser Satz wird mich glaub noch öfters begleiten.
Um 0:00 Uhr saßen wir vier und noch zehn anderen Leute in Runde zusammen und stießen mit Tequila auf meinen Geburtstag an. Ich bekam von Kristina ein leeres Büchlein als Geschenk welches mich an Thailand erinnern sollte. Dieses war jedoch leer und ich beschloss Glückwünsche in allen Sprachen zu sammeln. :-)
Ok es ist nicht voll geworden aber es wird immer an meinen 30ten Geburtstag erinnern. Vielen Dank Kristina. Nach mehreren Ortswechsel in der Hauptstraße endete der Abend der anderen in einer Reggae Bar. Für mich war die Nacht noch nicht vorbei und ich lernte noch Victoria aus Deutschland kennen. Was dann passiert behalte ich für mich.....
Am nächsten Tag leihten Diego und ich uns Motorräder aus und machten eine kleine Tour. Leider mussten wir bereits nach 5 Minuten eine Pause einlegen da die Polizei uns anhielt. Wir wussten bereits warum. Fahren ohne Helm ist auch in Thailand verboten. Nach Bezahlung von 200 Baht (ca. 4,90 €) und mit Helmen durften wir unsere Tour zu einem Wasserfall und dem Pai Canyon fortsetzen. Wunderschöne Aussicht mit einem tollen Sonnenuntergang. Mo musste erst noch seinen Rausch ausschlafen und Kristina war noch nie Roller im Ausland gefahren.
Abends ging es erneut auf Tour da ich immer noch Geburtstag hab.
Am nächsten Tag wurde es wieder Zeit für eine Roller Tour. Wir führen auf eine Elefanten Farm, zu Wasserfällen und zum weißen Buddha. Dort legt ich eine Pause ein um an meinen verstorben Opa zu denken.
In Pai hatte ich dann gemerkt, wo will ich den als nächstes hin? Nach Pai kommt von Thailand nichts mehr. Ich wusste bereits das sich die Wege von der Gruppe trennen werden. Was ist mein nächster Schritt: Laos, Kambodscha, Vietnam oder gehe ich einen ganz anderen Weg weiter? Warum nicht Indonesien? Gedanken über Gedanken, gehe ich alleine weiter oder schließe ich mich einem Weg der anderen an. In meinem Kopf herrschte Chaos.
Kristina beschloss weiter nach Laos zu reisen. Sollte ich mit? Ich entschied mich erstmal noch in Pai zu bleiben um mir Gedanken über mich zu machen. Bungalow für mich allein. Das gönnte ich mir jetzt da ich ja weiterhin nicht wusste wohin ich will....
Nach zwei Tagen trat ich mir wieder selbst in den Hintern. Ok, ich reise alleine weiter den auch so toll die beiden Jungs und Kristina sind, es ist meine Reise und mein Weg wird sich zeigen. Ich habe noch ganze 6 Wochen bevor mein Flug nach Australien geht. Also los geht's.
Als ich für mich dies beschlossen hab, sagte Diego mir und Mo, dass er in Pai bleibt und für 10 Tage ins Kloster zum meditieren geht. Klasse, aber 10  Tage? Die Südamerika sind ja nicht dafür bekannt "Still zu sein". Es ist Diego's Entscheidung und seine Reise. Ich drücke ihm auf jeden Fall die Daumen und hoffe das er es durchhält.  Da waren nur noch Mo und ich. Wir beschlossen erstmal zurück nach Chiang Mai zufahren, den Mo musste in 4 Tagen das Land verlassen (Visum läuft aus). Ich hatte bereits für mich entschieden, dass auch ich nach Laos gehen werde. Bye Bye Pai. Wir kehrten also erstmal zurück nach Chiang Mai.

Samstag, 1. November 2014

Lantern Festival in Chiang Mai

Chiang Mai gehört zu den größten Städten Thailands. Wir merkten sofort, dass das Klima ganz anders als in Bangkok bzw. der Süden Thailands ist. Warm war es trotzdem aber etwas kühler als sonst. Wir suchten sofort ein Hostel und fanden schon bald eins. Auf dem ersten Blick echt nicht schlecht. Der Innenbereich sah aus wie ein Gefängnis und wir fühlten uns sicher ;-)
Nach den ganzen Partys in Bangkok wurde es mal wieder Zeit etwas Geld zu sparen. Daher wählten wir ein drei Bett Doorm mit Ventilator statt mit einer Klimaanlage. Ich legte meinen Rucksack ins Zimmer und schaute gleich wo das Immigration Office in Chiang Mai ist. Den ich musste offiziell das Land in vier Tagen verlassen. Da dies auch noch am Wochenende wäre blieb mir nur der nächste Tag um ein neues Visum für Thailand zu verlängern. Wow ich bin SCHON fast 30 Tage im Land. Die Zeit vergeht mega schnell.....
Visum Verlängerung kostet 1900 Baht (ca. 45 Euro) für weitere 30 Tage. Alternative gibt es noch die Möglichkeit einen Visa-Run nach Laos zumachen, welches günstiger ist. Chiang Mai ist ein guter Ort dafür aber mir fehlten unter anderem die Lust, das Wissen wohin ich muss und etwas die Zeit. Naja dann gehe ich lieber den offiziellen Weg.
Meine geplante Aufsteh Zeit (8:30 Uhr) hab ich leider am nächsten Morgen nicht geschafft. Es lag nicht am Wecker ;-)
Um 11:30 Uhr war ich dann am Immigration Office angekommen und durfte erstmal ein Formular ausfüllen und eine Wartenummer ziehen. Oje ich hätte schon um 9 Uhr da sein sollen. So viele Leute, die vor mir da waren. Dann auch noch die Mittagspause, die die Thais bis auf die letzte Minute machen, verlängerten meine Wartezeit umso mehr.
Um 15:45 Uhr war ich endlich dran mein Formular und meinen Pass abzugeben. Dann hieß es wieder warten....  16:15 Uhr wurde mein Name aufgerufen und ich erhielt mein Visum. Hätte das an diesem Tag nicht geklappt, wäre ich noch am gleichen Tag auf dem Landweg nach Laos gereist. Was lernte ich daraus, immer wieder auf das Datum und den Tag achten.
Auf dem Heimweg spazierte ich an einem Park vorbei wo ich plötzlich Kristina zufällig getroffen hab. Sie war gerade auf Geocaching Tour und ebenfalls in diesem Park. Thailand ist doch echt ein Dorf.
Wir quatschen etwas und verabredeten uns für den nächsten Abend. Mein heutiger Abend war schon verplant für Franziska. Wer ist Franziska fragt ihr euch?
Franziska ist meine dritte Reisepartnerin mit der ich zwar für Neuseeland verabredet bin und unsere Südostasien Routen nicht zusammen passten. Franziska hatte vor zwei Wochen einen schweren Roller Unfall in Thailand und musste täglich ins Krankenhaus zum Verbandswechsel. Daher stockte ihre weitere Reiseplanung um fast einen ganzen Monat.
Abends ging ich mit Mo und Diego auf die Partymeile von Chiang Mai. Mo war mit paar Jungs von seiner Krabi Reise verabredet und auch Diego hatte einen Freund dort hingerufen. Ich treffte mich mit Franziska ebenfalls dort und wir quatschen etwas über unseren bisherigen Wege. Auch Kristina war mit paar Leuten von ihrem Hostel dort und noch paar alte Gesichter aus Bangkok sowie Herman aus Argentinien den ich in Melaka kennengelernt hab. Wir tanzten dann die Nacht im Club durch und hatten sehr viel Spaß.
Warum wir alle und unsere Freunde/Reisebegleiter zur gleichen Zeit in Chiang Mai sind lag daran, dass das traditionelle Lantern Festival bevor stand. Das Datum wird immer erst so spät wie möglich bekannt gegeben, da dieses nur an einem Tag für die Thais bestimmt ist. Touristen dürfen natürlich auch hin. Es soll halt eher klein gehalten werden und kein Touristenattraktion werden. Für die Touristen selbst gibt es das offizielle Lantern Festival "Loi Krathong" welches drei Tage geht und zwei Wochen später stattfindet.
Das traditionelle Lantern Festival war bereits am nächsten Tag drauf und wir Jungs warteten mittags in der Lobby des Hostels auf zwei Mädels die wir aus Bangkok kannten. Nach zwei Stunden war uns bewusst, wir wurden versetzt und hatten keine Mitfahrmöglich mehr. Das Festival war ca. 1 Stunde Autofahrt entfernt.
Wir wollten gerade los, als zwei Mädels aus Deutschland uns ansprachen und fragten ob wir ebenfalls zum Festival wollen! Was für ein Zufall, wir waren zu fünft und passend für ein Taxi (Tuk Tuk). Direkt darauf führen wir aus Chiang Mai raus und waren wie viele im Stau :-)
Nach ca 2 Stunden waren wir endlich dort und liefen im Schneckentempo mit allen anderen zum Hauptplatz des Festivals. Da es sich hierbei um einen Buddhistischen Platz bestand Drinkverbot sowie für Frauen Bedeckung der Arme und Beine.
Jeder kaufte sich eine Laterne für sich und zwei große Laternen für die Mädels und uns. Eine feste Uhrzeit für den Start der Laternen für alle Besucher des Festivals gibt es nicht. Wir schauten dauerhaft in den Himmel den immer wieder stiegen die Laternen noch. Wir hörten das um etwa 23 Uhr alle hoch gehen aber erst wenn der Buddha "Chef" sein Segen gibt. Wir lauschten Ihm zu, verstanden aber nur "Bahnhof" als plötzlich jemand übers Mikrophon was sagte.
Alle startklaren Laterne stiegen hoch. So was schönes hab ich schon lange nicht mehr gesehen. In diesem Moment wünschte ich mir meine Familie und Freunde bei mir.....

Wir fingen dann mit unseren Laternen einzel an und jeder wünschte sich was bevor diese hinauf stiegen.
Dann hörten wir wieder diese Stimme im Mikrophon und machten unsere großen Laternen an. Auf dem Video könnt ihr diese sehen. In mitten der tausenden Laternen wurde noch ein Feuerwerk gezündet und mir kam sogar eine Träne.
Erster Tag mit Heimweh, erster Tag an dem ich in mitten von tausend Leuten auch einsam fühlte... das war ich aber nicht und das wusste ich.

Wir schauten noch minutenlang in den Himmel den ein Ende gab es nicht, wie auch wenn immer welche aufgestiegen und man sich immer mehr Laternen kaufen kann.
Die Zeit verging und wir wollten gerade los, als plötzlich Kristina erneut vor mir stand. Sie war mir Joann und Orazio auf dem Festival (die beiden vom Half Moon Festival von Koh Phangan). Ich glaubte in diesem Moment, Sie hat mich verwanzt ;-)

Für uns fünf wurde es dann Zeit zurück zugehen da wir nach einem Tuk Tuk schauen mussten bevor alle Leute auf einmal gehen wollen.
Ich winke einem Fahrer mit fünf als Handfläche und er stoppte vor mir. Alles klar wir können einsteigen. Leider war das Fahrzeug eher voll daher könnten drei Platz nehmen und zwei dürften eine Stunde hinten (draußen) stehen. Ich hatte das Vergnügen (siehe Foto ;-))
Wir gingen Nachts noch was Essen (schlimmstes Essen bisher) bevor es zurück ins Hostel ging.
Am nächste Tag schlenderten wir durch die Altstadt und den Lebensmittel Markt wo ich das erste mal Schildkröten sah. :-( Die Thais essen Schildkröten!

Abends saßen wir mit anderen Backpackern in der Lobby als ich plötzlich einen Anruf aus Deutschland erhielt. Anruf aus Deutschland heißt nichts Gutes da ich bisher nur per Social Networks kommuniziert habe.
Eins der zwei Gründe warum ich meine Reise abbrechen würde ist eingetroffen.
Mein Opa ist verstorben...
Mir flogen tausend Sachen durch den Kopf (Heim nach Hause, direkt nach Polen fliegen, mein Oma, meine Mama etc...). Nachdem ich mit meiner Familie gesprochen habe, musste ich es erstmal alles sacken lassen.
Ich erzählte den beiden Jungs von dem Tot meines Opas jedoch auf deutsch. Die schauten sich nur an und verstanden nur, dass was schlimmes passiert ist. In dem Moment hab ich erst realisiert, dass ich es den beiden auf englisch sagen sollte. In dem Moment war ich froh nicht allein zu sein.
Nach einer schlaflosen Nacht mit vielen vielen Gedanken beschloss ich meine Reise fortzusetzen. Wir machten uns auf den Weg in die Berge von Nordthailands in das Dörfchen Pai.