Mittwoch, 21. Januar 2015

Dritter Teil von Australien

Mein Flug ging mit der billig Flug Airline Tigerair. Die Aussicht von Sydney war super aber was ich von Melbourne sah war nichts. Nebel über Nebel. Bis 30 Sekunden vor der Landung habe ich nix sehen können. So dich war der Nebel.
Als ich Ausstieg bekam ich einen Kälteschock. Gerade mal 18 Grad und ich lief mit Shirt und Flip Flops rum. Sobald ich meinen Rucksack hatte wechselte ich gleich zum Pulli und langer Hose. Das hatte ich jetzt nicht erwartet. Dann fing es auch noch an zu regnen. Wird ja hoffentlich nicht die ganze Zeit so....
Nachdem ich ein Hostel gefunden hatte ging es kurz raus. Regen und das den ganzen Tag. Es wurde ein Tag im Hostel. Die Leute dort waren auch komisch. Mein erster Eindruck von Melbourne war nicht toll.
Ich bekam Sehnsucht nach Sydney. Die Sonne fehlte mir schon nach einem Tag und die Leute waren dort lockerer drauf. Melbourne gefiel mir nicht. Auch paar Tage später wurde es nicht besser. Ich überlegte sogar wieder zurück nach Sydney zu reisen. Flugtickets sind günstig aber für eine Woche nach Sydney fliegen und wieder zurück nach Melbourne (weiter Flug nach Neuseeland)? Ich schlief noch eine Nacht darüber und meine Pläne waren ganz anders. Sydney war ich schon daher bleibe ich noch etwas in Melbourne.
In der Facebook Gruppe Australien Backpackers lernte ich Erik kennen. Er hatte sich ein Auto für zwei Tage gemietet und plante eine Tour die Great Ocean Road abzufahren. In zwei Tagen ist das etwas knapp aber möglich. Ich sagte Ihm zu, dass ich dabei bin. In zwei Tagen sollte es bereits los gehen. Endlich wurde das Wetter auch besser und die Sonne schien fast den ganzen Tag lang, abends war es zwar weiterhin frisch. Wieder lernte ich an diesem Abend in der Facebook Gruppe paar Jungs kennen die abends um die Häuser ziehen wollen. Da ich mit den Leuten im Hostel nicht in Kontakt gekommen bin verabredete ich mich mit den Deutschen. Wir verabredeten uns vor dem Eingang einer Roof Top Bar. Leider sind wir dort jedoch nicht rein gekommen, da wir nicht auf der Liste standen :-(
Wir suchten weiterhin nach einer Bar jedoch waren diese zu voll oder zu teuer.
Um ca 1 Uhr Nachts änderten wir unsere Pläne. Ab ins Casino :-)
Melbourne hat das Crowne Plaza Hotel wo auch sich das Casino befindet. Dort finden auch regelmäßig Poker Turniere statt. Aktuell finden dort die Meisterschaften statt welche über einen Monat lang gehen. An diesem Abend war mein Akku leer aber ich kann euch sagen, mega riesig groß. Ich wollte an diesem Abend nicht spielen aber gejuckt hat es mich schon. Dann war der Abend auch schon vorbei und die Jungs gingen wieder unter die Brücke wo desen Camper stand.
Dann wurde es Zeit für die Great Ocean Tour. Morgens um 10 Uhr verabredete ich mich mit Erik paar Straßen weiter. Ich weiß jetzt nicht mehr, was für ein Auto aber es war ein fünfsitzer. Ich hoffe das sich noch jemand angeschlossen hat, damit die Miete und Sprit Kosten nicht nur durch zwei geteilt werden. Leider waren wir doch nur zu zweit. Naja ist halt so.
Erik hatte bereits nen Plan der Tour (siehe auch Foto). Leider haben wir zeitlich nicht alles gesehen und gemacht aber unsere Tour ging:
Melbourne - Point Londsdale - Torquay - Aireys Inlet - Lorne - Apollo Bay - Cape Otway - Port Campbell mit dem Ziel: Twelve Apostel
Die Strecke ist etwa 300km. Ist ja nicht viel aber hier kann bzw. darf man meistens nur 80/100 fahren und die Hälfte der Strecke ist doch eher kurwig.
Wir schafften kurz vorm Sonnenuntergang die 12 Apostel zusehen. Perfektes Timing!
Übernachtet haben wir in Port Campbell und am nächsten Morgen ging es direkt zurück nach Melbourne (Schnellstraße). Da gibt es nicht viel zusehen aber es regnete sowieso die meiste Zeit. Wir machten im Landesinnere noch paar Stopps aber naja, Regen! In Melbourne kam dann die Sonne raus. Ich ging dann in ein anderes Hostel wo ich dann direkt Anschluss mit den Leuten im Zimmer fand.
Mit Erik verabredete ich mich noch abends auf ein Bier. In fünf Tagen geht meine Reise schon weiter nach Neuseeland. Ich gönnte mir die letzten drei Tage in Australien ein Einzel Zimmer im Hotel. Beim Check-In dann die Überraschung, kostenloses Upgrade in ein größeres Zimmer. Endlich mal wieder ruhig und entspannt aufwachen. Keine anderen Backpacker die Ihre Rucksäcke packen oder welche die rein und raus laufen. Fitnessraum, Kino, Jacuzzi und super Hausbar war alles im Hotel.
Ich verabredete mich noch paar mal mit Erik und Simon (ein Freund von Ihm) und wir gingen abends noch etwas aus. Erik's letzter Tag in Australien und wir planten ins Casino zugehen. Simon und ich wollen zocken! Roulette sollte es sein. Er spielte gleich mit 50 Dollar und ich mit 20 Dollar. Erst lief es gut aber dann wurde es immer schlechter. Ich setzte meine letzten 5 Dollar auf Schwarz und Simon seine 20 Dollar auf Rot. Wir haben beide verloren, denn es kam "0".
Wir hatten unseren Spaß an diesem Abend
Mein letzter Tag in Australien war gekommen und ich musste zum Flughafen.

Goodbye Australia, vielleicht sehen wir uns dieses Jahr wieder ;-)

Sonntag, 18. Januar 2015

Zweiter Teil in Australien

In Sydney angekommen sah ich Louis am Gepäckband wieder. Wir verließen den Flughafen und gingen zur Metro. 22 Dollar für eine 30 min. fahrt in die Stadt. Ich werde hier echt noch arm :-( Louis zeigte mir noch welchen Bus ich nehmen muss und dann ging es schon ins Stadtviertel Glebe, wo mein Hostel ist. Dieses mal buchte ich im voraus da Tobias in diesem Hostel ist. Kurz vor Neujahr ohne Hostel dazustehen wollte ich ja nicht gerade. Im Hostel dann das Wiedersehen nach fast drei Monaten. Wir aßen was zusammen und gingen Abends noch kurz raus.
Am nächsten Tag war Strand angesagt und wir nahmen die Fähre zum Manly Beach. Dort trafen wir noch paar andere Backpacker die Tobias aus dem Hostel bereits kannte. Super schöner sauber Strand aber kalt. Zurück im Hostel gingen wir Abends noch Pizza essen bevor es schon ins Bett ging. Dann war es endlich soweit. Silvester in Sydney!!! Wir führen bereits morgens zum botanischen Garten wo wir das Feuerwerk sehen wollen. Oh mein gott, was für eine schlange voller Leute die dort ebenfalls hin wollten. Es ist ein abgesperrter Bereich wo nur eine bestimmte Anzahl von Leuten rein darf. Wer drin ist, sollte nicht mehr raus, den wieder rein kommen ist fraglich. Alkohol mitnehmen ist verboten und unsere Rucksäcke werden kontrolliert. Nach der Kontrolle waren wir um 10 Uhr morgens drin und die Leute rannten direkt zu besten Plätzen. Vom botanischen Garten hat man einen super Blick auf das Opernhaus und die Harbour Bridge. Ja wir waren etwas spät und die besten Plätze waren belegt. Naja in der 10ten Reihe unter einem Baum hatten wir zumindest einen schattigen Platz und konnten dort die restlichen 12 Stunden abwarten :-). 
12 Stunden auf ein Feuerwerk warten? Ja warum nicht, man ist ja nur evtl einmal im Leben an Neujahr in Sydney. Die Zeit verging echt langsam daher schliefen, spielten, und lasen etwas. Auf dem Gelände konnten wir glücklicherweise Bier kaufen welches zu einem guten Preis verkauft wurde. Problem war nur, dass wir fast eine Stunde anstehen mussten um welches zu kaufen. Naja so verging auch diese Zeit! 
Roy und Mike aus Holland, welche ich in Laos kennengelernt habe und in Vietnam wieder sah, waren ebenfalls in Sydney und trafen uns auf unseren Plätzen wieder. Nein, dass war kein Zufall, wir verabredeten uns vor Wochen bereits für den Tag. Schön wieder alte Gesichter zusehen. 
Um 21 Uhr wurde ein kleines Feuerwerk gezündet welches ein Test war. Nach 5 min war dieses auch schon wieder vorbei und wir freuten uns bereits auf das Große. 
Nach einer erneuten Runde Bier waren es nur noch 30 min. und ich ging zu meinem Platz zurück. Leider habe ich die beiden Holländer in dieser Nacht nicht mehr gesehen. Das Telefon Netz war bereits überlastet und ich konnte kein Kontakt mehr aufnehmen. Tobias und ich setzten uns zu einer anderen Gruppe wo die Aussicht besser war. Dort sahen wir uns dann das Feuerwerk an welches ca 13 min dauerte. Die Harbour Bridge brannte voller Raketen, vom Opernhaus, von einem Steg und von der rechten Uferpromenade wurde abgeschossen.
Ein wundervolles Feuerwerk welches ein must to do auf meiner Reise war.
Nach dem Feuerwerk wurde es etwas mau und die Leute verließen das Gelände um in die Stadt zugehen. Auch wir beschlossen dies und machten uns auf einen fast zweistündigen Weg. Da so viele Leute unterwegs waren, hatten wir Probleme irgendwo rein zukommen. Daraufhin beschlossen wir zurück in Hostel zu fahren.

In den kommenden Tagen machte ich paar Touren mit dem Bus, Auto oder zu Fuß.
Harbour Bridge und das Opernhaus bei Tag sowie ein Besuch im Zoo standen auf dem Programm (hoffe die Bilder gefallen euch).
Dann ging es mit einer Tour zu den Blue Mountains sowie an paar Sehenswürdigkeiten außerhalb der Stadt.
Die Tage vergingen wie im Flug und es wurde mal wieder Zeit Tschüss zusagen. Tobias flog nach Neuseeland, wo ich Ihn wieder treffen werde und ich nahm den Flug nach Melbourne.
Next: Melbourne und die Great Ocean Road


Mittwoch, 7. Januar 2015

Erster Teil von Australien

Nach einem angenehmen Flug von Bangkok war ich in Sydney angekommen. Erstmal hieß es wieder Visum Formular ausfüllen. Das heißt nicht dass man so einfach nach Australien einreisen kann. Bevor man in den Flieger nach Australien einsteigen kann, wurde bereits in Bangkok mein Visum überprüft welches ich bereits ein halbes Jahr zuvor beantragt habe. Ohne dieses kommt man nicht in den Flieger!
In Sydney angekommen musste ich gleich das Terminal wechseln den ich blieb nicht lange in Sydney. 2 Stunden zwischenstopp für den nächsten Flug nach Brisbane. Sydney werde ich später erst besichtigen. In der Lobby für meinen weiter Flug, lass ich die Zeitungen, die überall herum lagen. In de Nacht zuvor war die Geiselnahme in einem Lindt Geschäft in Sydney bei dem mehrere Leute starben. Sydney stand unter Schock.
Nach einem einstündigen Flug nach Brisbane konnte ich endlich etwas Schlaf nachholen. Hostel hatte ich mal wieder nicht gebucht und so ging es bei 30 Grad ins Backpacker Viertel. Was für Preise. Australien ist so teuer. Ok ich war drei Monate in Südostasien unterwegs wo fast alles billig war. Erstmal an die Preise gewöhnen, dass wird schon, sonst würden die Leute ja nicht für ein ganzes Jahr da hin gehen. Einen Monat mal sparsam Leben...
Im Hostel lernte ich gleich mal, dass Essen gehen nicht drin ist. Das kann man sich als Traveler nicht leisten. Habe ja hier nicht vor zu arbeiten. In jedem Hostel gibt es eine Küche. Also selber kochen und einkaufen ist angesagt. Das erste mal nach drei Monaten selber kochen. :-)
In meinem Zimmer lernte ich gleich zwei deutsche Teenager kennen. Die erzählten mir gleich wie es am besten ist Geld zu sparen. Wasser trinken aus dem Wasserhahn und nur in den großen Einkaufszentrum einkaufen.
Am nächsten Tag musste ich mir langsam mal einen Plan machen wohin meine Reise in Australien geht. Ich beschloss erstmal Richtung Norden. Während meiner Stadt Besichtigung in Brisbane wurde ich von einem deutschen Mädel von einer Reise Agentur angesprochen. Sie erklärte mir zwei Touren Richtung Norden und den Transfer dorthin. Ich wollte erstmal nicht gleich buchen und erstmal darüber schlafen und meinen Kopf etwas frei kriegen. Abends ging ich mit einem weiteren deutschen aus dem Hostel durch die Stadt. Überall nur Deutsche!!!
Am nächsten Tag entschied ich mich die zwei Touren zu buchen da kurz vor Weihnachten alles schnell ausgebucht sein kann. Noch am selben Abend nahm ich den Bus nach Hervey Bay. Von dort startete die Tour nach Fraser Island. In Hervey Bay gibt es selbst nicht viel zusehen. Einen Strand und paar Geschäfte. Eher was für ältere Leute die sich zu Ruhe setzen.
Einen Tag zuvor erhielten wir im Hostel eine kurze Einweisung über die dreitägige Tour auf Fraser Island. Wir mussten unser Essen und Trinken für die Tour selbst einkaufen. Zwei Mädels, ein Typ und ich (alle aus Deutschland) kauften zusammen ein, damit es nicht für jeden zu teuer wird. Pasta, Fleisch, Obst und Gemüse gingen preislich gut auf aber die Getränke und Alkohol kaufte jeder für sich.
Dann ging es um 5 Uhr morgens schon los. Wir waren insgesamt 22 Leute auf drei große Autos verteilt. Jeder der einen Führerschein hat darf bzw muss fahren. Ich ließ erstmal den anderen den Vortritt da der Linksverkehr mir noch etwas fremd war.
Wir führen erstmal zum Pier wo wir dann mit der Fähre auf Fraser Island rüber gebracht wurden. Dann hieß es erstmal eine Stunde lang direkt am Strand fahren. Herrlich, niemand außer uns war weit und breit zusehen. Wir machten dann einen stopp um die Aussicht der Insel zu genießen und dann ging es an einen wunderschönen Strand wo wir andere Leuten wieder sahen. Nachmittags ging es zum Camp wo wir essen und schlafen werden. Sehr einfache Zelte und zwei Kochstationen, dass war alles. Unser Klo war die Natur und unsere Lebensmittel wurden in Kühltaschen gehalten. Nach einem leckeren Abendessen in großer Runde machten wir noch paar Partyspielchen. Abends ist die Gefahr größer auf wilde Tiere zu treffen. Dingos, Schlangen und Spinnen könnten überall sein. Daher dürften wir immer nur zu zweit das Camp verlassen. Wir fanden zu später Stunde eine Schlange welche keine 10 Meter von uns entfernt war. Unsern Camp Leiter zeigte uns für paar Sekunden die schwarze Natter (giftig aber nicht tödlich) bevor er diese weg brachte. Wir pruften alle zwischenzeitlich unsere Zelte. Kann ja drin auch eine sein.
Nach einer kurzen Nacht ging es nach dem Frühstück um 6 Uhr auf die nächste Tour. Wir fuhren zu einem Fluss in welchem wir uns vom Wasser treiben lassen konnten und fuhren danach an einen See. Beides war einfach Traumhaft und wir relaxten im Sand und genossen die Sonnenstrahlen. Viel kann ich dazu nicht schreiben. Was denn, wenn man nur "rum liegt"  :-)
Auf dem Rückweg zum Camp sammelten wir Muscheln ein, welche sich im Sand eingruben. Unser Camp Leiter kochte diese abends für uns. Etwas Knoblauch und Zwiebeln, mehr braucht man für die Muscheln nicht. Sehr lecker.....
Der letzte Tag neigte sich dem Ende zu und wir fuhren zurück ans Festland und nach Hervey Bay. Ich blieb noch zwei Tage in Hervey Bay bevor ich mit dem Nachtbus nach Airlie Beach fuhr. Dort startete meine zweite Tour zu Whitesundays Island.
Mein Hostel war genial. Sechs Bett Zimmer, mega sauber, super zentral, Kühlschrank im Zimmer und es gab zur Dusche auch eine Badewanne. Nach mehr als 3 Monaten war ich nicht mehr "baden". Im Zimmer lernte ich gleich alle vier Mädels kennen. Annegret und Sila aus Schweden, Lara aus Frankreich und Pia aus Finnland. Ich glücklicher. :-) Wir verabredeten uns für den Abend zum Essen und tranken etwas Gun (billig Wein). Alkohol ist richtig teuer und rauchen sowieso. Wir wollten gerade in einen Club gehen als der Türsteher meinen Ausweis sehen will. Haha ich bin 30 Jahre und alle vier Mädels ca. 5 Jahre jünger. Ich durfte nicht rein da ich keinen Ausweis dabei hatte. Egal wie alt man ist, einen Ausweis muss man immer zeigen. Wieder was gelernt. Nachdem ich meinen Ausweis geholt hatte ging ich in den Club rein. Die Mädels waren gerade dabei zu gehen. :-( Mist, aber das war noch nicht das Ende. Wir gingen dann noch in eine andere Bar, wo der Abend dann endete.
Am nächsten Morgen waren die zwei Mädels aus Schweden abgereist. Lara und Pia erzählten beim Frühstück, dass die beiden auf eine Bootsfahrt für zwei Tage gehen. Es stellte sich heraus, dass die auf der selben Tour wie ich bin. :-) Zufälle gibt's.

Es war Heilig Abend. Schon Weihnachten!!! Wie die Zeit vergeht. Wir drei planten nicht wirklich was für den Abend, nur unser Essen. Barbecue soll es werden. Rindersteak mit Salat und Gun. Oje ich hatte viel lieber einen Karpfen gegessen aber diesen gibt es hier nicht. Weihnachten bei fast 30 Grad, ohne Familie und Schnee. Ich war sehr nachdenklich an diesem Tag und konnte gar nicht den Tag genießen.
So verging der Tag auch recht schnell und ich freute mich am nächsten Morgen gleich mit meiner Familie zu Skypen. Durch die Zeitverschiebung von 9 Stunden könnte ich abends in Deutschland anrufen war indirekt mit dabei. :-)
In Australien wird Weihnachten erst am 25.12 gefeiert. Alle Geschäfte hatten zu und wir konnten daher nur an die Lagune gehen und dort schwimmen und Sonne tanken. Am nächsten Tag war die Tour nach Whitesundays Island geplant. Wir kauften morgens gleich unsere Getränke für die zwei Tage ein und gingen zum Pier.
Wir drei hatten die Habibi Boots Tour gebucht. Insgesamt waren wir 25 Leute und drei Besatzung Mitglieder. Auch dort wieder viele Deutsche. Die sind echt übel. Ich stellte mich daher als Tomek der Pole vor. :-) So vermied ich den Spruch (soviel deutsche in Australien, wieviel gibt es von euch). Manche merkten jedoch meinen Akzent, aber egal. Ich wurde zumindest nur noch Tomek gerufen.
Nachdem uns die Betten zugewiesen wurden lernte ich mit der Zeit fast alle Namen der Leute. Vom Profi Kickboxer bis Langzeit Auswanderer war alles dabei. Wir segelten stundenlang den Inseln entlang bis es erstmals vom Boot ging. Schwimmen war hier nicht möglich. Haie sind hier sehr verbreitet. Jedoch ist die Gefahr von Quallen höher. Ohne schwimm Anzug sollte man nicht ins Wasser. Am Strandufer war die Gefahr auf Haie schon geringer.
Louis aus Sydney, Chris aus England, die beiden Mädels und ich wurden zu einer kleinen Gruppe und wir gingen erstmal am Strand schwimmen und Fotos machen. Abends auf dem Boot wurde der Alkohol aufgemacht und quatschen bis in die Nacht. Als ich zu meinem Bett ging, merkte ich, dass mein Platz direkt neben einer heißen Rohrleitung liegt. Schlafen ging gar nicht. Ich packte mein Kissen und eine Isomatte und ging aufs Deck. Ich schlief wie fast 12 andere unterm Sternenhimmel. Mit der Zeit kamen immer mehr Leute und ich glaube fast alle haben oben geschlafen. Schade das ich davon ein Foto gemacht habe, sah sehr lustig aus, wo mache schlafen mussten.
Am nächsten Morgen weckte der Kapitän uns um 6 Uhr zum Frühstück. Die Sonne scheinte bereits stark und ich hatte schon ein leicht rotes Gesicht. Sonnencreme um 6 Uhr morgens! Wir zogen unsere schwimm Anzüge an und gingen Schnorcheln. Wir sahen sehr viele Fische und Korallen, hofften jedoch auf Schildkröte zu treffen. Nach zwei Stunden ging es mit dem Boot zum Whitehaven Beach. Dies ist der beste Platz von den Inseln. Kilometer weiter Sand und Strand und wir waren die erste Touristen an diesem Tag. Die Bilder sprechen hoffentlich für sich. Nachdem wir dort viele Stunden verbrachten und viele Fotos gemacht haben ging es schon wieder mit dem Boot zum nächsten Platz zum Schnorcheln. Dort sahen wir endlich Schildkröte die mit uns schwammen. Habe jetzt endlich auch mal welche gesehen. Ich brauche unbedingt eine Unterwasser Kamera bevor ich nach Neuseeland gehe. Die Bilder der anderen sind tausendmal besser. Zurück auf dem Boot segelten wir in eine Bucht wo wir die zweite Nacht auf dem Boot verbrachten. Wieder schlief ich unter freiem Himmel und dachte in dieser Nacht viel über Zuhause nach. Mein Job, mein Freunde und meine Familie. Werde ich mein Leben so weiter führen wie bisher? Werde ich nochmals wieder so eine Reise machen? Soll ich mal im Ausland Leben?
Gedanken über Gedanken aber keine Entscheidungen.....

Der letzte Tag auf dem Boot und ich fühlte mich etwas Seekrank. Auf dem Rückweg zum Festland lagen wir alle auf dem Deck unter der Sonne, als plötzlich einer rufte: Dolphins (Delphine). Wow Delphine, es waren glaub vier oder fünf welche immerwieder aus dem Wasser sprangen. Der Kapitän stoppte mit dem Boot damit wir diese beobachten konnten. Mein Akku war bereits leer daher gibt es keine Fotos.
Mittags kamen wir in Airlie Beach an und ich merkte danach noch Stunden später, dass alles noch schaukelt. Komisches Gefühl als würde man dauer "angetrunken" sein.
Abends stand noch die Aftershow Party an. Der Kapitän lud alle Leute in den Biergarten ein wo jeder ein Viertel Pizza und ein Bier bekommt. Ich glaube das gehörte zur Tour dazu, da der Kapitän selbst nicht dabei war. Wir gingen abends alle noch in zwei Clubs zum tanzen und feiern. Mit der Zeit wurden es immer weniger Leute und auch für mich war um 1 Uhr Schluss.
Rucksack packen mit leichtem Kater und das unter Zeit Druck (auschecken bis 10 Uhr) ist echt nicht gut. Eine weiter Nacht im Hostel war nicht möglich. Ich hatte paar Tage zuvor bereits meinen Flug nach Sydney gebucht.
Nachdem ich mich von den beiden Mädels verabschiedete ging es auch schon zum Flughafen welcher eine Stunde entfernt war. Ich war froh diesen Flug gebucht zu haben den in zwei Tagen ist Silvester und ich muss nach Sydney.
Am Flughafen traf ich plötzlich wieder auf Louis (vom Boot) welcher im gleichen Flieger wie ich war. Da er aus Sydney ist, fragte ich in gleich mal aus, wohin in Sydney muss...

Next Silvester in Sydney und Wiedersehen mit Tobias (aus gemeinsamer Zeit von Koh Tao und Tauchschein)