Montag, 11. Mai 2015

Im Land der Hobbits, Schafe und den freundlichsten Menschen der Welt

Oh mein Gott, ich habe eine Ewigkeit nichts mehr geschrieben. Ich gelobe Besserung!
Nachdem ich mit meinem Auto starten konnte, fuhr ich nach Coromandel. Coromandel liegt Nordöstlich auf der Nordinsel und hat die schönsten Strände und Landschaften. Ich blieb paar Tage dort und lernte dort unglaubliche freundliche Menschen kennen. Neuseeland ist das gastfreundlichste Land was ich kenne.
Ich fuhr durch viele kleine Orte und machte in der Zeit viel Camping. Ich versuche auch einmal zu angeln aber in dem Fluss gab es wohl keine Fische.
Ehrlich gesagt ist es schon eine weile her, als ich dort war daher weiß ich nicht mehr genau was ich alles gemacht habe. :-) Sorry ich starte gleich mit Hobbiton.

Hobbiton ist keine offizielle Stadt (Dorf) sondern nur für die Touristen und Fans von der Herr der Ringe. Hobbiton liegt in der Nähe von Matamata und ist nur mit einer gebuchten Tour zu besichtigen. Ich machte mich am späten Nachmittag auf den Weg nach Hobbiton und gleich am nächsten Morgen die Tour zu buchen. Hobbiton war bereits geschlossen als ich ankam, jedoch erhielt ich die Erlaubnis auf dem Parkplatz zu übernachten. Lange war ich dort nicht allein. Der Parkplatz füllte sich mit der Nacht und ca 50 andere Leute parkten ebenfalls und übernachteten ebenfalls dort. Gleich am frühen Morgen holte ich mir ein Ticket und war mit der fünften Tour dabei. Mit dem Hobbitbus ging es 10 min durch Schafsfelder nach Hobbiton. Der Anblick war klasse und alles sah genau so aus wie in den Filmen. Der Tourguide erklärte uns viel über die Hobbithäuser und die Landschaft sowie die Entstehung von Hobbiton. Von den ganzen Häusern sind nur zwei "echt". Alle anderen sind nur Fake da es nur die Türen gibt und man kann nicht reingehen. Die Schauspieler in den Szenen mussten sich direkt hinter die Türen stellen da es kein Platz gibt. Auch viele Bäume sind in Wirklichkeit nur Attrappen da es im Sommer viel zu heiß wird und die Bäume sonst alle Blätter verlieren. Am höchsten Punkt der Tour kann man sehen, dass rundherum nur Getreidefelder und Schaffsfelder sind. Die Tour ging ca 90 min und zum Schluss gab es noch in der Gaststätte ein frei Getränk (Hobbitbier oder Cider) zur Auswahl. Dann ging es schon zurück zum Bus.
Hobbiton ist meiner Meinung nach ein Muss für jeden der in Neuseeland ist. Es ist zwar ein teurer Spaß aber es lohnt sich.
Zurück auf dem Parkplatz machte ich mich auf dem Weg nach Rotorua. Auf dem Weg dahin hielt ich in Wai-O-Tapu an.  Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland ist ein Gebiet mit geothermischer Aktivität in Neuseeland. Das gesamte Gebiet ist übersät mit kollabierten Kratern, heißen und kalten Seen, Schlammtümpeln und dampfenden Fumarolen. Besonders bemerkenswert sind die farbigen Ausfällungen von Mineralien, die das Gebiet als gelbe (Schwefel), orange Stibnit und Realgar), weiße (Siliciumdioxid), grüne (Orpiment), pirpurne (Permamgamat), rot und braune (Eisenoxid) sowie schwarze (Schwefel und Kohlenstoff) Farbtupfer einzigartig machen. Die beiden Highlights sind der Champagne Pool mit seinem orange leuchtenden Rand und Lady Knox Geysir. Dieser wird täglich um 10:15 Uhr mit Seifenflocken zum Ausbruch gebracht. Die Wasserfontäne ist bis 20 Meter hoch und der Ausbruch kann bis zu eine Stunde dauern. Leider war ich mittags dort und konnte dies nicht ansehen aber Wai-O-Tapu lohnt sich auch so. Einen Nachteil hat es jedoch. Es stank zum größten Teil nach verfaulten Eiern.
Als ich wieder unterwegs nach Rotorua war fing es an zu regnen aber ich wollte noch einen weiteren Stop machen. Die Huka Falls lagen auf dem Weg. Im strömenden Regen fuhr ich dort hin und wartete eine Stunde als es endlich aufhörte zu regnen. Die Huka Fälle sind eine Kaskade von Wasserfällen des Waikato Flusses. Mit einem Speedboot kann man diese entgegen fahren. An diesem Tag wohl eher nicht da der Fluss zu stark war. Ein Partyboot konnte ich zumindest sehen (Junggesellen Abend :-))
Dann ging es nach Rotorua (regen über regen). In den Nähe plante ich eigentlich am See Taupo einen Skydive zu machen aber die Wettervorhersage sagte mir, dass es die nächsten Tage regnen wird. Also erstmal kein Skydive. Ich beschloss die Gegend zu verlassen und direkt nach Wellington fahren. Dort wurde ich bereits erwartet.
Auf der Hälfte der Strecke zwischen Rotorua und Wellington gibt es nur eine Schnellstraße. In Neuseeland darf man max 100 km/h fahren (ganz selten 120 km/h). Auf einer ca 30 km geraden Straße kann man ja auch etwas schneller fahren, dachte ich mir. Ist ja kein anderes Auto in Sichtweite als plötzlich ein Polizei Auto mit Blaulicht hinterher fuhr. Ganz toll Thomas! Ich ärgerte mich richtig. Ja ich bekam einen Strafzettel wegen zu schnellem Fahrens. Ich wurde mit 116 km/h geblitzt und der Spaß kostete mich 120 $ (ca 85 €). Etwas mehr und ich hätte meinen Führerschein abgeben müssen. Aus Fehlern lernt man!!!
In Wellington angekommen merkte ich gleich, geile Stadt. Vom Aufbau und den Geschäfte ist Wellington viel schöner als Auckland aber die Stadt hat einen großen Nachteil. Wellington wird auch "Windy Welli" genannt. Meiner Meinung nach die windigste Stadt der Welt.
Im Hostel Yha wurde ich dann bereits vom Tobias erwartet (mein Reisebegleiter von Thailand und Sydney). Herrlich wieder ein altes Gesicht zusehen.
Tobias und ich gingen paar Tage in Wellington abends aus und ich traf auch Frauke und Jil (Fat Cat und Cape Reinga) wieder. Billard spielen, Bier trinken und Besichtigungen standen auf dem Programm. Mit Tobias bin ich auch an die Südspitze von der Nordinsel gefahren zu den Red Rocks wo wir auch einen Seehund sahen.
Mit den Mädels ging es nach paar Tagen auf eine Weintour nach Martinborough. Die Fahrt dort hin war recht kurz aber dafür sehr kurvig. Wir planen dort zwei Tage ein da wir nicht wussten wie lange die Weintour ging. Am ersten Tag holten wir uns im Informationzentrum einen Stadtplan wo die Weingüter liegen. Wir beschlossen am nächsten Tag diese abzulaufen. Da es leider keine preiswerten Hotels gab blieb nur ein Campingplatz als Übernachtung. Dies hatte zu Folge, dass einer auf der Weintour nicht trinken darf. Ich konnte im Auto keine drei Leute fahren daher mussten die Mädels die Entscheidung des Fahrers unter sich ausmachen. Jil war am nächsten Tag die Fahrerin und wir starteten mit der Tour. Uns erstes Weingut war rein auf Rotwein spezialisiert und wir konnten für 5 Dollar insgesamt 6 Gläser probieren. Dies war bei jedem anderen Weingut gleich. Mache waren sehr gut und meine nicht mein Fall. Nach dem fünften Weingut fühlte ich mich auch schon langsam angeschwipst und schon bald darauf war der Weintag vorbei. Wir gingen abends noch lecker Thailänder essen und fuhren dann zurück zum Campingplatz. Am nächsten Tag fuhren wir wieder getrennt nach Wellington zurück.
Die größte Sehenswürdigkeit in Wellington ist das Te Papa Museum welches keinen Kilometer von dem Hostel entfernt war. Hoffe die Bilder gefallen euch.
Tobias war bereits abgereist da er nach Auckland weiter musste und ich plante langsam die Süd Insel an. Zwei Wochen Wellington vergingen wieder wie im Flug und ich war froh auch Bree und Ina sowie Bea und Daniel und auch Max in Wellington gesehen zuhaben (alle von der Fat Cat Zeit in Auckland).
Ich buchte die Fähre auf die Süd Insel und am nächsten Tag ging meine Reise schon wieder weiter. Süd Insel ich komme....