Montag, 29. Juni 2015

Back in Wellington und Auckland

Die Fähre legte um 23 Uhr in Wellington an und ich traf mich mit Frauke und Jil noch am selben Abend. Wir zogen wieder gemeinsam durch die Bars in Wellington und ich schlief wieder auf meinem Platz, wo ich bereits bei meinem ersten Besuch in Wellington war. Ich blieb das Wochenende in Wellington und besichtigte erneut das Te Papa Museum. Dieses mal war die Ausstellung über die Schlacht von Gallipoli. Die ausgestellten Figuren waren riesig und sahen wie echt aus. Hoffe ihr könnt das auf den Bildern erkennen. Die beiden Mädels waren die ganze Zeit über in Wellington da beide Jobs als Zimmermädchen hatten. Auf der einen Seite, gutes Geld aber vom Land haben beide nicht mehr gesehen. Wellington ist schön und man kann viel sehen aber zum Leben ist die Stadt nichts für mich. Das Wochenende verging und ich machte mich auf dem Weg. Ich wollte bis zum nächsten Wochenende in Auckland sein.
Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück mit den Mädels hieß es "Good Bye". 
Mein Ziel war Whanganui. Eine kleine Stadt direkt am Meer. Die Fahrt begann und endete im Regen. Leider fand ich in der Stadt keinen Campingplatz und ich beschloss noch etwas weiter zu fahren. In Hawera machte ich dann Pause und ging abends mal ins Steak House. Super leckeres Schnitzel mit Pommes und "Kartoffelsalat". Zum ersten Mal Kartoffelsalat seit fast 8 Monaten :-). 
Die Stadt war recht klein und es gab nichts besonderes, daher fuhr ich gleich weiter. Auf dem Weg nach New Plymouth kann man den Mount Taranaki sehen. Leider nicht an diesem Tag. Nebel und Regen. Ich machte in New Plymouth eine Pause und wartete den Regen ab. Es sollte am nächsten Tag nicht regen. Dem war glücklicher Weise auch so und ich konnte den Taranaki sehen. Einen Ausflug auf die Spitze wollte ich gerne machen aber mir viel die Zeit. Ohne Stress für den Walk braucht man zwei Tage. Keine passenden Klamotten für die schneebedeckte Spitze und Regen ist wieder sehr wahrscheinlich. 
An diesem Tag merkte ich für mich, dass meine Camping Zeit vorbei ist. Ein warmes Haus ist jetzt eher, dass was ich will. 
Auf dem Weg von New Plymouth nach Hamilton gibt es die Waitomo Caves. Eine riesige Höllen Anlage, Glühwürmchen Höllen und Kletteranlage. 
Googlet Waitomo Caves und schaut euch die Bilder der Glühwürmchen Hölle an. Bilder konnte ich mit dem Handy nicht machen :-( 
Ich besichtige selbstverständlich die Glühwürmchen Hölle und noch die Ruakuri Hölle. 
Ich suchte mir wieder für die Nacht einen Campingplatz welcher nur 7 km entfernt war. In der App, wo ich nach Campingplätzen schaute, hatte jemand zuvor eine Nachricht vermerkt (Achtung fahrt nicht zu weit in den Rassen, unser Auto und noch paar andere sind im Rassen stecken geblieben). Ich machte mich auf dem Weg zu diesem Campingplatz weil dieser der nächstliegende war. 
Abends im dunkeln kam ich dort an. Keine Beleuchtung und die Autos die dort parkten waren ebenfalls dunkel. Ich passierte die ersten drei Autos und parkte mein's direkt daneben. Ups ich war mit meinen Vorderrädern im Rassen. Ich versuchte gleich wieder rückwärts zu fahren (ohne Erfolg). Mein Auto steckte mit den Vorderrädern fest. Na super, kann doch nicht war sein und ich hatte doch die Warnung gelesen!!! Jetzt zu dieser Zeit kann ich erstmal nichts machen. 
Nach einer schlaflosen Nacht im Auto mit Regenschauer wachte ich kurz vor 7 Uhr auf. Es waren glücklicher Weise noch paar Auto's da. Ich versuchte mit Holz Ästen, den Rädern einen stabilen Grund geben, aber ohne Erfolg. Ich wartet ab bis die anderen Leute aus ihren Autos erwachten. Die Leute direkt neben mir, hatten das gleiche Problem wie ich. Ein weiteres Paar war ebenfalls aufgewacht und wir versuchten mein Auto zu schieben. Ohne Erfolg, dann versuchten wir es gemeinsam bei meinen Nachbarn. Bei den war es gleich draußen. :-( 
Leider hatte niemand ein Seil und das französische Paar musste weiter fahren. Ich bekam einen Tip von einem Portugiesen. Fahr tiefer nach vorne in den Rassen und dann gleich zur Seite! Mmmhhh tiefer in den Rassen, wirklich? Wenn das nicht klappt sind alle Räder im nassen Rassen. 
Mir blieb nichts anderes übrig. Ich startete den Wagen und fuhr zwei Meter gerade und leicht rechts..... Juhu Frei!!! So viele Gedanken mit abschleppen und länger warten waren umsonst. Einfach mal Risiko gehen (fahren :-)) 
Mein nächstes Ziel ist Hamilton. Eine sehr schöne Stadt gebaut auf mehreren Hügeln. Die Sonne war wieder da und die Temperaturen stiegen wieder um so weiter ich nördlich fuhr. Ich besichtige die Hamilton Gärten (ein große Gartenanlage) mit unterschiedlichen Gärten aus verschiedenen Ländern. Darunter auch ein Rosengarten der sehr schön sein muss (aber nicht im Winter, keine Rosen Zeit ;-)). Ich blieb auch hier eine Nacht da mein Rücken von der ganzen fahrerei immer mehr Probleme bereitet. Am nächsten Morgen waren es nur noch drei Stunden und ich war zurück in Auckland. Mein Ende der Reise rückte immer näher. 
Mich zog es gleich zurück ins Fat Cat. Zurück zu den Hippies :-)
Als ich die Tür betrat freute ich mich zu sehen wie die neuen Leute dort sind. Mein Eindruck war gleich erdrückend. Die sieben Leute die ich sah, lasen Bücher und keiner redete miteinander. Mmmhhh
Ich checkte gerade ins Fat Cat für drei Nächte ein, als plötzlich Ina um die Ecke kam. Wir planten gemeinsam an diesem Tag in Hostel zugehen. Ina hatte noch eine Woche und ich insgesamt fast drei Wochen in Auckland.
Ja drei Wochen Auckland und das nur damit ich hier mein Auto verkaufen kann. Das Auto muss weg bevor ich nach Hause fliege. Am nächsten Tag ging es für mich zum Mechaniker, da ich für den Verkauf eine neue WOF benötige (eine kleine Version vom TÜV). Er schaute sich dieses an und paar Stunden später wollte ich es abholen.
Leider fand er paar Sachen am Auto, die erst repariert werden müssen. Ohne Reparatur kein neue WOF. Verdammt schon wieder Geld ins Auto stecken. Ich weiß ja noch nicht wieviel ich dafür bekomme....
Nach zwei Tagen konnte ich mein Auto abholen und dieses zum Verkauf anbieten.
So jetzt nur noch abwarten, dass sich die Leute melden.

Ein weiteres großes Wiedersehen war geplant aber nicht mit jemanden, den ich auf meiner Reise kennengelernt habe, sondern aus Deutschland. Vor mehr als 18 Jahren wohnte ich mit einem Mädchen im gleichen Haus. Barbara hatte ich seit dem nicht mehr gesehen aber Sie wusste, dass ich in Neuseeland bin und jetzt war bzw ist Sie auch in Auckland für eine längere Zeit zum arbeiten.
Wir verabredeten uns am Sky Tower in Auckland City und sahen uns nach langer langer Zeit wieder. Wir unterhielten uns stundenlang über Gott und die Welt bis es wieder anfing zu regnen. Der Tag verging so schnell und ich plante einen weiteren Umzug. Ich verließ nach drei Tagen Fat Cat und zog zum Tony. Tony sucht derzeit einen Mitbewohner für eine längere Zeit. Er sagte mir zu, dass ich für 2/3 Wochen zu ihm ziehen kann. Ich hatte mein eigenes Zimmer, Internet, Waschmaschine etc. Essen muss ich selbstverständlich selber machen und kaufen aber ich war froh ein Dach über den Kopf zu haben. Ich hätte auch im Fat Cat bleiben können aber das war erstens teurer als beim Tony und des weiteren, ich muss mir nicht das Zimmer mit anderen Leuten teilen und auf Vegane Küche für fast drei Wochen habe ich keine Lust.

Die erste Woche verging und bis dato hatte sich niemand auf mein Auto gemeldet. Am Sonntag versuchte ich es auf dem Auto Markt, wo ich auch mein Auto gefunden hatte. Leider regnete es den ganzen morgen, dass fast keine Leute sich Auto's ansahen. Die Zeit wird langsam knapp. Ich ging mit dem Preis runter aber dies brachte leider auch nicht viel mehr. Kein Stress, noch habe ich Zeit und paar weitere Möglichkeiten um es loszuwerden.
Meine letzte Woche in Auckland begann. Zweiter Versuch auf dem Auto Markt. Die erste Stunde lief recht gut, paar Leute schauten sich mein Auto an aber keiner machte mir ein Angebot. Entweder das Auto ist alt oder zu klein. In der letzten Stunde auf dem Markt bekam ich zwei Angebote. Das Ehepaar welches mir das beste Angebot machte wollte einen Tag darüber nachdenken. Zwei Tage später hatte ich nichts gehört und fragte nochmals nach. Sie haben ein anderes Auto gefunden. Na toll, wieder nichts. Ich hatte noch ein Angebot welches aber nicht sehr gut war. Ein Kiwi (so werden die Bewohner Neuseelands auch genannt) suchte nach einem Auto für seinen Sohn. Ich rufte Ihn an und er wollte das Auto noch am Abend mit seinem Sohn ansehen. Wir machten eine Probefahrt und einigten uns dann auf einen Preis von 900 $. Oh mein Gott, ich verkaufe mein Auto für 900 $ welches ich im Februar für 3000 $ gekauft hatte. Da ich jedoch nur noch eine Woche Zeit habe um mein Auto zu verkaufen blieb mir nichts anderes übrig. Auf der einen Seite mega glücklich, dass das Auto weg war aber auf der anderen Seite ein großes minus Geschäft gemacht. Schließlich hatte ich auch paar Reparaturen gehabt.
Naja, das Freiheitsgefühl war größer als die Gedanken über das Geld.

Nachdem ich mein Auto los war, wurde es Zeit, die letzten Tage zu genießen. Regen, nebel und schnupfen. Ganz toll. So sollte meine letzte Woche nicht enden. Nachdem ich mir Medikamente besorgte und zwei Tage flach lag, ging es mir auch schon besser.
Ich ging fast täglich in die Stadt um für Zuhause Souvenirs zu besorgen.
Ich begann meinen Rucksack zu packen und merkte schnell. Meine Klamotten die ich fast immer an hatte müssen weg!!! Die Hälfte der Sachen wanderte direkt in den Müll.
Neue Klamotten hatte ich sowieso mit der Zeit gekauft und nach fast 4 Monaten ohne Rucksack tragen hatte ich fast kein Platz mehr. Mein letzter Tag in Auckland begann gleich mit einer schlechten Nachricht. Tony mein Mitbewohner konnte mich nicht zum Flughafen fahren da er früher als geplant zur Arbeit musste. Ich machte mich mit gepackten Sachen auf dem Weg in die Innenstadt und dann direkt zum Flughafen.

Good Bye New Zealand, du bist und warst eine große Herausforderung für mich.
Ein wunderschönes, atemberaubendes, gastfreundliches Land mit vielen Sehenswürdigkeiten von A bis Z. Wir werden uns eines Tages Wiedersehen!

Next: Mein Fazit über mich und meine Highlights (von Zuhause).


Samstag, 6. Juni 2015

Südinsel mit seinen Schafen und Erdbeben

Die Fähre von der windigen Stadt Wellington ins regnerische Picton dauerte ca 4 Stunden. Bei heftigen Seegang kann einem schon mal übel werden. Wir wurde es zumindest unwohl. Ich blieb keine Stunde in Picton und mein Auto führte mich gleich weiter. Ich merkte sofort, dass Flora und Fauna von der Südinsel anders war. Erstmal viel brauner und trockener aber zugleich wärmer als gedacht. Glücklicher Weise regnete es nach Picton nicht mehr. Mein Ziel war erstmal Kaikoura. Von Picton nach Kaikoura sind es gerade mal 160 km und in zwei Stunden abgefahren, dachte ich mir. Leider war die Strecke dermaßen kurvig, dass ich 4 Stunden brauchte um endlich anzukommen. Ich wurde dort bereits erwartet. Franzi, meine Reisebegleiterin aus Thailand und Laos wartet auf mich. Wieder ein schönes Wiedersehen alter Wegbegleiter nach all der Zeit. Wir quatschen bei einem gemütlichen Bier über unsere Erlebnisse und Wege und verabredeten uns gleich für den nächsten Tag wieder. Franzi buchte eine Angeltour im voraus und ich verbrachte einen gemütlichen Tag am Strand von dem Campingplatz wo ich mal wieder im Auto schlief. Zur Mittagszeit verabredeten wir uns am Strand zum Fish und Chips essen. Franzi fing auf ihrer Tour mehrere Fische die Sie mitnehmen durfte.
Kaikoura ist die Stadt in Neuseeland mit dem besten und Leckerstem Fish & Chips Geschäften. Viele Kiwi's fahren den langen Weg dorthin um essen zu gehen. Die Geschäfte bieten einem sogar an, den selbstgefangen Fisch zu zubereiten (für paar Dollar). Franzi machte dies und wir genossen die Sonne und das leckere Essen.
Franzi erhielt desweiteren eine Einladung für den Abend zum Essen von dem Anglerguide und durfte sogar noch jemanden mitbringen.
Perfekt für uns beide. Wir fuhren dort hin und wurden sehr freundlich empfangen. Der Angler lebt dort mit seiner Familie und hat derzeit zwei Wwoofer (freiwillige Helfer für kostenlose Übernachtung und Essen). Die zwei Wwoofer werden gerade ins kochen eingeteilt und machten uns das Essen für den Abend.
Hummer, Krebse, Fisch und Muscheln und das alles mega frisch. Unglaublich lecker und mega viel, zu viel vielleicht. Den dann erst kam das Abendessen (Rinderbraten, Kartoffeln und Salat). Wir waren mehr als satt und erstaunt, was uns alles serviert wurde. Ein herrlicher Abend.
Am nächsten Tag machten wir uns gemeinsam nach Christchurch. Franzi hatte nachmittags ihren Flug nach Australien. Wir machen noch ein Stop am Strand. Die Straße da hin sah auf den ersten Blick gut aus, jedoch dem war nicht so.
Der Sand war zu weich und dann passierte das was ich kommen sah. Mein Auto blieb im Sand stecken. Oh Shit!!!
Wir hatten noch etwas Zeit zum Flughafen aber was ist wenn ich nicht raus komme.
Wir gruben mit unseren Händen aber ohne Erfolg. Mit dem Auspuff im Sand. Keine Chance mit graben. Wir fragten die Fischer in der Nähe. Der erste Versuch scheiterte und mein Seil riss. Toll jetzt auch kein Seil mehr. Langsam wurde es knapp und ich wollte natürlich nicht, dass Franzi ihren Flug verpasst. Wir fanden glücklicher Weise ein jungen Mann der ein Land Rover hat und auch ein Abschleppseil. Mit einem kräftigen Zug zog er uns aus dem Sand. Ja wir konnten uns endlich auf dem Weg zum Flughafen machen. Dann wurde es wiedermal ein Abschied aber erstmal ohne Wiedersehen auf meiner Reise. Wünsche Franzi Alles Gute auf ihrem weiteren Weg.
Ich machte mich in die Stadt. Christchurch wurde im Februar 2011 durch ein schweres Erdbeben stark beschädigt. Überall und in jeder Straße sieht man beschädigte Gebäude die leer stehen. Sehr viele Einwohner sind aus dem Zentrum in die umliegenden Stadtviertel gezogen. Am schwersten wurde das Zentrum getroffen. Christchurch so dermaßen flach, keine Berge und Hügel weit und breit. Abends wollte ich in eine Bar gehen und mal wieder ein Bier genießen. Leider waren alle drei Bars in der Gegend (lt. Google Maps) geöffnet. Dem war nicht so. Alles geschlossen bzw leer stehend. Restaurants, Hotels und Geschäfte leer und auf den Straßen sind keine Leute unterwegs und das um 19 Uhr. Zurück beim Auto beschloss ich mir mal wieder im Hostel zu schlafen und fand dort eine gute Bar. Prost :-)
Am nächsten Tag machte ich mich auf Job Suche. Dieses Thema wurde jetzt mal zeit. Meine Ersparnisse sehen immer schlechter aus und ich plante in Christchurch vier Wochen zu arbeiten. Wie gesagt ich plante dies.
Die Realität sieht anders aus. Nach einer Woche hatte ich immer noch keinen Job. Ich war sogar bei einer Zeitarbeitsfirma registriert aber auch hier ohne Erfolg. Ein weiterer Grund war, dass ich in den zwei Ostern Wochen suchte. Bei der Universität der Stadt lernte ich einen Studenten kennen, der mir sagte, dass die Studenten der Stadt die Jobs haben, da diese in den zwei Wochen nicht zur Uni müssen. Oh man, dass war gar nicht gut. Kein Job in Christchurch!!!
Neuer Plan, ich schaute nach einem Wwoofing Platz. Ich bekam auch einen Tag später eine Antwort von einem Paar, dass eine Schaffarm betreibt. Jedoch nicht zum Schafe scheren sondern einen Maler Job. Ich zögerte etwas noch da ich ebenfalls mit dem Gedanken spielte nach Queenstown und Dunedin zu fahren. Vielleicht finde ich dort einen Job aber dann erhielt ich von Ina eine Nachricht, dass Sie in Christchurch ist. Ina lernte ich ebenfalls im Fat Cat (Auckland) kennen. Wir trafen uns kurz darauf und verbrachten paar Tage in Christchurch. Meine Pläne mit Queenstown und Dunedin hatte ich abgehackt. Der Winter ist angekommen in Neuseeland. Oh mein Gott, die Nächte im Auto wurden täglich kälter und ich besaß weiterhin keine Winter Klamotten. In Queenstown fiel der erste Schnee. Ok ich fahre nicht in den Süden. Ina blieb noch paar Tage in Christchurch und ich fand einen Couchsurfing Platz in Christchurch für paar Tage. Dean bot mir an, paar Tage in seinem Gästezimmer zu schlafen. Ich traf mich am nächsten Tag gleich mit Dean und zog für eine Woche bei Ihm ein. Dean ist derzeit Arbeitssuchend hat jedoch kleinere Jobs von Freunden die ihn bezahlen. Ich suchte von dort weiterhin nach Jobs aber ohne Erfolg. So verging auch wieder diese Woche und ich zog weiter.

Ich sagte dem Paar in Oxford (eine Stunde von Christchurch entfernt) zu, dass ich den Maler Job mache. Es ist jetzt nicht wirklich ein wwoofing Job sondern eher Volunteering (freiwillige Arbeit für kostenloses Essen und Logis).
Ohne genau zu wiesen was mich dort erwartete fuhr ich nach Oxford. Mir wurde erstmal die Farm und die Tiere (Schafe, Hühner, Vögel und Hunde) gezeigt und dann meinen Arbeitsplatz. Ein großer TV Bereich im Wohnzimmer sollte gestrichen werden, sowie Decke, Holzregal und je nachdem wie lange ich bleiben möchte noch eine Wand in der Küche. Das Paar zog vor 4 Jahren dort ein, war jedoch zu sehr mit Job und den Tieren beschäftigt, dass die Arbeit am Haus liegen blieb. Sie bauten daher ein kleines Häuschen nebenan an, um freiwillige Helfer aufzunehmen (Volunteer). Auch ein echter Farmer für die Schafe lebt im Haus. Wir waren also dort zu viert. Ich hatte eine Arbeitszeit von 4 Stunden pro Tag und bekam Frühstück und Abendessen dafür und lebte mit in dem Haus. Konnte TV schauen (habe es nicht vermisst aber schön mal wieder auf einer Couch zuliegen und nen Film schauen) und in den Jacuzzi gehen. Dieser war im freien (abends unterm kalten Sternenhimmel im heißem Wasser entspannen). Mir ging es dort sehr gut und genoss die Zeit. Mein Englisch wurde so viel besser da ich nur mit diesen drei Leuten sprach und das ganze drei Wochen lang. Die freundlichsten Kiwi's die ich kennenlernen durfte.
Jedoch das aller beste war das Abendessen was mir täglich vorgelegt wurde. Lemonchicken, Chili con Carne, selbstgemachte Pizza, Tacos, Yorkshire Pudding, Seeteufel, Thai Curry und noch soviel anderes. Ich schaffte es jedoch nicht zu zulegen. Habe paar Kilos auf meiner Reise verloren aber zulegen wollte ich nicht :-)

Die Tage vergingen und meine Maler arbeiten waren zu ende. Ich konnte vier Tage ohne zu arbeiten länger bleiben da die sehr mit meiner Arbeit zufrieden waren.
Bin wohl so ein guter Maler, wie mein Papa :-)
Ich zog jedoch schon nach zwei Tagen weiter. Zum Abschied kaufte mir das Paar noch Lebensmittel und Getränke für die weitere Reise ein. Die besten Gastgeber ever.

Meine Reise ging von Oxford zum Arthurs Pass. Die Fahrt dauert ca 2 Stunden und ich wollte einen der höchsten Berge Neuseelands sehen aber leider war es so nebelig, dass ich nichts sehen konnte. Es sind noch ca 5 Wochen die ich in Neuseeland bin. Ich musste mich spürten, den diese Wochen können so schnell vergehen.
Ich machten eine stop in Greymounth und Westport. Regen über regen und ich hatte keine weitere Pläne bei diesem Wetter. Ich beschloss zurück auf die Nordinsel zufahren. Meine Zeit auf der Südinsel anfangs super schön aber wenn das Wetter nicht mitspielt macht es nicht so viel Lust und Spaß. Ich machte mich auf den Weg nach Nelson. Ein super schöne Stadt zu besichtigen. Nachmittags sollte es aber auch hier wieder regnen und ich hatte dann genug. Noch in Nelson buchte ich für den gleichen Tag die Nachtfähre von Picton nach Wellington. Sobald ich die Bestätigung hatte stieg ich ins Auto und fuhr nach Picton. Ich hatte von dem Regen genug. Auch in Picton regen über regen. Ich hatte noch paar Stunden bis die Fähre ablegte. Ich holte mir mein Ticket am Schalter und die nette Dame fragte mich ob ich mir sicher bin heute die Fähre zunehmen. Es könnte etwas stürmisch werden. Damit rechnete ich bereits. Naja was soll's. In paar Stunden bin ich wieder in Wellington.
Die Fähre war auf gut deutsch "zum kotzen".  Es waren wenig Passagiere auf der Fähre aber die, die ich sah rannten zum Klo hin und her. Der Wellengang war so stark, dass es mich öfters fast aus dem Sitz geschaukelt hat. Ich schaffte es trotzdem eine Stunde zu schlafen und dann sah ich auch schon Wellington in der Ferne.

Extra: Ich vergaß die Erdbeben. In der kompletten Zeit auf der Südinsel fühlte ich insgesamt 12 Erdbeben. Davon 7 nachts im Auto, vier in Gebäuden und eins als ich gerade beim Friseur war. Ein sehr seltsames Gefühl wenn man darauf wartet, dass es aufhört und paar Minuten später es wieder anfängt. Viele Bewohner von Christchurch haben große Angst, dass sich wieder ein großes Erdbeben ereignet doch sie lieben die Stadt zu sehr, um diese zu verlassen. Ich würde gerne Christchurch in paar Jahren wieder aufgebaut sehen. Viele Neuseeländer sagen, dass es die schönste Stadt des Landes war.

Next: Zurück in windy Wellington und meine Reise nach Auckland

Montag, 11. Mai 2015

Im Land der Hobbits, Schafe und den freundlichsten Menschen der Welt

Oh mein Gott, ich habe eine Ewigkeit nichts mehr geschrieben. Ich gelobe Besserung!
Nachdem ich mit meinem Auto starten konnte, fuhr ich nach Coromandel. Coromandel liegt Nordöstlich auf der Nordinsel und hat die schönsten Strände und Landschaften. Ich blieb paar Tage dort und lernte dort unglaubliche freundliche Menschen kennen. Neuseeland ist das gastfreundlichste Land was ich kenne.
Ich fuhr durch viele kleine Orte und machte in der Zeit viel Camping. Ich versuche auch einmal zu angeln aber in dem Fluss gab es wohl keine Fische.
Ehrlich gesagt ist es schon eine weile her, als ich dort war daher weiß ich nicht mehr genau was ich alles gemacht habe. :-) Sorry ich starte gleich mit Hobbiton.

Hobbiton ist keine offizielle Stadt (Dorf) sondern nur für die Touristen und Fans von der Herr der Ringe. Hobbiton liegt in der Nähe von Matamata und ist nur mit einer gebuchten Tour zu besichtigen. Ich machte mich am späten Nachmittag auf den Weg nach Hobbiton und gleich am nächsten Morgen die Tour zu buchen. Hobbiton war bereits geschlossen als ich ankam, jedoch erhielt ich die Erlaubnis auf dem Parkplatz zu übernachten. Lange war ich dort nicht allein. Der Parkplatz füllte sich mit der Nacht und ca 50 andere Leute parkten ebenfalls und übernachteten ebenfalls dort. Gleich am frühen Morgen holte ich mir ein Ticket und war mit der fünften Tour dabei. Mit dem Hobbitbus ging es 10 min durch Schafsfelder nach Hobbiton. Der Anblick war klasse und alles sah genau so aus wie in den Filmen. Der Tourguide erklärte uns viel über die Hobbithäuser und die Landschaft sowie die Entstehung von Hobbiton. Von den ganzen Häusern sind nur zwei "echt". Alle anderen sind nur Fake da es nur die Türen gibt und man kann nicht reingehen. Die Schauspieler in den Szenen mussten sich direkt hinter die Türen stellen da es kein Platz gibt. Auch viele Bäume sind in Wirklichkeit nur Attrappen da es im Sommer viel zu heiß wird und die Bäume sonst alle Blätter verlieren. Am höchsten Punkt der Tour kann man sehen, dass rundherum nur Getreidefelder und Schaffsfelder sind. Die Tour ging ca 90 min und zum Schluss gab es noch in der Gaststätte ein frei Getränk (Hobbitbier oder Cider) zur Auswahl. Dann ging es schon zurück zum Bus.
Hobbiton ist meiner Meinung nach ein Muss für jeden der in Neuseeland ist. Es ist zwar ein teurer Spaß aber es lohnt sich.
Zurück auf dem Parkplatz machte ich mich auf dem Weg nach Rotorua. Auf dem Weg dahin hielt ich in Wai-O-Tapu an.  Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland ist ein Gebiet mit geothermischer Aktivität in Neuseeland. Das gesamte Gebiet ist übersät mit kollabierten Kratern, heißen und kalten Seen, Schlammtümpeln und dampfenden Fumarolen. Besonders bemerkenswert sind die farbigen Ausfällungen von Mineralien, die das Gebiet als gelbe (Schwefel), orange Stibnit und Realgar), weiße (Siliciumdioxid), grüne (Orpiment), pirpurne (Permamgamat), rot und braune (Eisenoxid) sowie schwarze (Schwefel und Kohlenstoff) Farbtupfer einzigartig machen. Die beiden Highlights sind der Champagne Pool mit seinem orange leuchtenden Rand und Lady Knox Geysir. Dieser wird täglich um 10:15 Uhr mit Seifenflocken zum Ausbruch gebracht. Die Wasserfontäne ist bis 20 Meter hoch und der Ausbruch kann bis zu eine Stunde dauern. Leider war ich mittags dort und konnte dies nicht ansehen aber Wai-O-Tapu lohnt sich auch so. Einen Nachteil hat es jedoch. Es stank zum größten Teil nach verfaulten Eiern.
Als ich wieder unterwegs nach Rotorua war fing es an zu regnen aber ich wollte noch einen weiteren Stop machen. Die Huka Falls lagen auf dem Weg. Im strömenden Regen fuhr ich dort hin und wartete eine Stunde als es endlich aufhörte zu regnen. Die Huka Fälle sind eine Kaskade von Wasserfällen des Waikato Flusses. Mit einem Speedboot kann man diese entgegen fahren. An diesem Tag wohl eher nicht da der Fluss zu stark war. Ein Partyboot konnte ich zumindest sehen (Junggesellen Abend :-))
Dann ging es nach Rotorua (regen über regen). In den Nähe plante ich eigentlich am See Taupo einen Skydive zu machen aber die Wettervorhersage sagte mir, dass es die nächsten Tage regnen wird. Also erstmal kein Skydive. Ich beschloss die Gegend zu verlassen und direkt nach Wellington fahren. Dort wurde ich bereits erwartet.
Auf der Hälfte der Strecke zwischen Rotorua und Wellington gibt es nur eine Schnellstraße. In Neuseeland darf man max 100 km/h fahren (ganz selten 120 km/h). Auf einer ca 30 km geraden Straße kann man ja auch etwas schneller fahren, dachte ich mir. Ist ja kein anderes Auto in Sichtweite als plötzlich ein Polizei Auto mit Blaulicht hinterher fuhr. Ganz toll Thomas! Ich ärgerte mich richtig. Ja ich bekam einen Strafzettel wegen zu schnellem Fahrens. Ich wurde mit 116 km/h geblitzt und der Spaß kostete mich 120 $ (ca 85 €). Etwas mehr und ich hätte meinen Führerschein abgeben müssen. Aus Fehlern lernt man!!!
In Wellington angekommen merkte ich gleich, geile Stadt. Vom Aufbau und den Geschäfte ist Wellington viel schöner als Auckland aber die Stadt hat einen großen Nachteil. Wellington wird auch "Windy Welli" genannt. Meiner Meinung nach die windigste Stadt der Welt.
Im Hostel Yha wurde ich dann bereits vom Tobias erwartet (mein Reisebegleiter von Thailand und Sydney). Herrlich wieder ein altes Gesicht zusehen.
Tobias und ich gingen paar Tage in Wellington abends aus und ich traf auch Frauke und Jil (Fat Cat und Cape Reinga) wieder. Billard spielen, Bier trinken und Besichtigungen standen auf dem Programm. Mit Tobias bin ich auch an die Südspitze von der Nordinsel gefahren zu den Red Rocks wo wir auch einen Seehund sahen.
Mit den Mädels ging es nach paar Tagen auf eine Weintour nach Martinborough. Die Fahrt dort hin war recht kurz aber dafür sehr kurvig. Wir planen dort zwei Tage ein da wir nicht wussten wie lange die Weintour ging. Am ersten Tag holten wir uns im Informationzentrum einen Stadtplan wo die Weingüter liegen. Wir beschlossen am nächsten Tag diese abzulaufen. Da es leider keine preiswerten Hotels gab blieb nur ein Campingplatz als Übernachtung. Dies hatte zu Folge, dass einer auf der Weintour nicht trinken darf. Ich konnte im Auto keine drei Leute fahren daher mussten die Mädels die Entscheidung des Fahrers unter sich ausmachen. Jil war am nächsten Tag die Fahrerin und wir starteten mit der Tour. Uns erstes Weingut war rein auf Rotwein spezialisiert und wir konnten für 5 Dollar insgesamt 6 Gläser probieren. Dies war bei jedem anderen Weingut gleich. Mache waren sehr gut und meine nicht mein Fall. Nach dem fünften Weingut fühlte ich mich auch schon langsam angeschwipst und schon bald darauf war der Weintag vorbei. Wir gingen abends noch lecker Thailänder essen und fuhren dann zurück zum Campingplatz. Am nächsten Tag fuhren wir wieder getrennt nach Wellington zurück.
Die größte Sehenswürdigkeit in Wellington ist das Te Papa Museum welches keinen Kilometer von dem Hostel entfernt war. Hoffe die Bilder gefallen euch.
Tobias war bereits abgereist da er nach Auckland weiter musste und ich plante langsam die Süd Insel an. Zwei Wochen Wellington vergingen wieder wie im Flug und ich war froh auch Bree und Ina sowie Bea und Daniel und auch Max in Wellington gesehen zuhaben (alle von der Fat Cat Zeit in Auckland).
Ich buchte die Fähre auf die Süd Insel und am nächsten Tag ging meine Reise schon wieder weiter. Süd Insel ich komme....

Freitag, 13. März 2015

Neuseeland, mal anders Reisen

Mein Flug ging in die größte Stadt Neuseelands, Auckland. Ich hatte bereits von Deutschland ein Starterpacket gebucht. Den mein Plan für Neuseeland ist Work &  Travel. Es wurde mal Zeit auch auf meiner Reise etwas zuarbeiten. Das Work & Travel Visum hab ich ja. Damit mein Start einfacher wird, sollte mir gleich geholfen werden. In dem Starterpacket ist z.b. Bank Konto Eröffnung, Steuernummer beantragen, Job Vermittler, drei Übernachtungen im Hostel etc.
In Auckland angekommen ging ich gleich zum Hostel. Dort lernte ich gleich einen anderen Deutschen kennen der mir gleich paar Tipps für die Job Suche gab.
Ich musste erstmal bis Montag warten bis die Einführung begann. Zeit genug mir Gedanken zu machen welche Art von Job ich suche und machen würde. Die zwei Tage vergingen wie im Flug und war trotzdem nicht schlauer, auch nicht nach der Einführung. Meine erste Tätigkeit war erstmal ein englischer Lebenslauf. Ohne diesen finden ich keine guten Job. Ich blieb noch eine Woche in Auckland und hoffte weitere Backpacker kennenzulernen die in etwa die gleichen Pläne wie ich haben. Ich fand auch paar Leute aber entweder waren die erst 18/20 Jahre oder hatten andere Pläne. Ich machte paar Touren in der Stadt mit. Pub Crawl (Kneipentour) lernte ich paar Leute kennen aber die waren zum größten Teil auf Party aus. Couchsurfing Event war super da die Leute älter waren. Da lernte ich Jin aus China kennen der in Auckland studierte und derzeit ebenfalls auf Job Suche ist. Es war mein erster Event mit Couchsurfern und sicherlich nicht mein letzter.
Was ist Couchsurfing? Das ich eine Kommunitie wo man anderen Reisenden eine Übernachtung anbieten kann oder selbst nach einer sucht. Man kann aber auch sich mit den Leuten nur treffen die in der Stadt leben und einen rum führen (kostenloser Tour Guide). Ich machte wieder bei der Free Walking Tour mit, wo ich Dominik aus Coburg kennenlernte. Er startete selbst vor paar Tagen in Neuseeland und wir haben in etwa die gleichen Pläne und das gute ist, dass er 29 Jahre ist und schon Reise Erfahrungen gesammelt hat. Vielleicht ist er mein Reisepartner für die nächsten Monate. Mal schauen! Die Woche verging so schnell und ich war weiterhin nicht schlauer. Mein Job Vermittler war auch nicht gerade der schnellste und ich merkte, dass ich eher selbst suchen sollte. Sonst wird das evtl zu lang dauern.
Was ich musste, ich muss aus der Stadt raus. Auckland machte immer mehr verrückt (gedanklich). Dominik und ich planten erstmal eine Woche raus aus der Stadt. Er fand ein Farm Hostel welches nur 12 km außerhalb lag. Es ist eine Wwoofing Farm die auch normale Backpacker aufnehmen. Obst und Gemüse werden dort angepflanzt und von den Wwoofern betreut und verwaltet.
Was ist Wwoof: World Wide Opportunities on Organic Farms (weltweite Möglichkeiten auf Biobauernhöfen zu arbeiten). Eine Organisation, die freiwillige Helfer für ökologische Bauernhöfe vermittelt. Wwoofer konnten z.b. arbeiten für kostenlose Übernachtung und Essen. Meistens auf Bauernhöfen und Farmen.
Ob das was für mich ist, muss ich mir zumindest mal ansehen. So komme ich zumindest mal aus der Stadt raus. Wir buchten in dem Hostel erstmal eine Woche.
Am nächsten Tag fuhren wir auch schon dort hin. Dort angekommen wurden wir erstmal rumgeführt und uns erklärt was alles angepflanzt wird.
Wir haben Frühstück und Abendessen sowie täglich Obst inklusive. Optimal für uns da mussten wir schonmal nicht selbst einkaufen. Die Wwoofer machten die Arbeit. Insgesamt können 15 Backpacker dort hausieren und 15 Wwoofer aufgenommen werden (die in Zelten schlafen). Die Backpacker zahlen natürlich für die Übernachtung, ist nicht kostenlos. Der größte Teil der Leute sind deutsche aber es wird zu 90% englisch gesprochen. Soll mir recht sein.
Das erste Abendessen war etwas komisch für mich. Wie aßen auf Bodenmatten und machten paar Vorstellungsspielchen. Das Essen war rein Vegan und als Dessert gab es Avocado-Schokoladen Mousse (mega lecker). Ich fühlte mich etwas wie auf einer Hippie Kommune :-). Mal schauen wie die restlichen Tage werden. Dominik und ich verstanden uns recht gut und planten unsere Reise zusammen zu tätigen.
Wir machten uns viele Gedanken wie wir Reisen wollen. Da er länger unterwegs sein wird beschlossen wir uns ein Auto bzw ein Van zukaufen. Er kauft den Wagen und ich zahle Ihm etwas wöchentlich + Sprit.
Nach paar Tagen kannte ich alle Leute im Fat Cat (so heißt die Organic Farm). Die Leute sind mega klasse. Paar Leute gingen, neue kamen und ich wurde immer entspannter. In der Nähe vom Hostel liegt die kleine Stadt Piha die einen wunderschönen Strand hat. Auf dem Weg dort hin gibt es aber noch einen "Secret Beach" welcher keinen offiziellen Namen hat weil dieser versteckt ist (Secret halt). Um an diesen Strand zu gelangen muss man erst auf einen Berg hoch und dann runter laufen. So wurde mir es zumindest gesagt. Dominik, Merike und ich beschlossen dort hin zugehen. Nachdem wir unsere kleinen Rucksäcke gepackt hatten liefen wir Richtung Piha. Bis dahin zu laufen dauert paar Stunden daher beschlossen wir nach Piha per Anhalter zufahren. Wir "hitchhike" zu dritt an der Straße zu Piha und ein freundlicher Herr aus Auckland nahm uns mit. Hitchhiking ist in Neuseeland erlaubt, nicht wie in Australien. Mein erster Hitchhike und das schon nach 10 min warten an der Straße. Der Herr, ein Lehrer kannte angeblich diesen Secret Beach aber es stellte sich heraus, dass er einen anderen Strand meinte. Er brachte uns dann an die Spitze des Berges zum richtigen Secret Beach. Dort angekommen suchten wir dann nach dem geheimen, versteckten Weg zum Strand. Die Aussicht nach unten war klasse und nachdem wir paar Bilder gemacht hatten gingen wir los. Der Abstieg dauerte fast 3 Stunden und es war eher klettern (climbing), als laufen (hiking). Gut das wir richtige Schuhe trugen. An manchen Stellen wurden Seile angebracht da es steil runter ging. Wir ließen uns Zeit zum Abstieg.
Unten angekommen wurden wir mit einem großen Smile'y begrüßt. Jemand hat zuvor in den Sand ein Smile Zeichen in den Sand geschrieben. Es gab nur diesen einen Weg zum Strand. Wir besichtigen als erstes die Hölle da wir vor der Flut rein wollten. Stockdunkel und das Handy Licht brachte uns nicht viel. Nach 5 min waren wir dann am anderen Ende direkt am Wasser. Eine zweiter Weg führte uns in einen größere Hölle wo von oben Licht durch scheinte.
Dann ging es zum Strand und die erste weiteren Leute kamen uns schon entgegen. Herrlicher Tag am Strand jedoch viel zu kalt um zu schwimmen. Nach paar Stunden ging es auch schon wieder den Berg hinauf und zurück zum Hostel.
Die Tage vergingen wie im Flug. Wie Reise ich in Neuseeland weiter? Diese Frage beschäftigte mich über eine Woche. Ein Auto oder Van muss her. Dominik und ich schauten gemeinsam nach einem Van in dem wir schlafen und reisen können. Automarkt war nicht so erfolgreich und die Anzeigen im Internet gut aber leider meldeten sich die Leute fast nie zurück. Nach paar Tagen wurden die Ansprüche an den Van immer größer. Kühlschrank, viel liege Platz oder doch eher ein Wohnwagen mieten. Mir ging es immer mehr auf die Nerven und ich wollte nur noch raus. Mit Dominik habe ich mich anfangs gut verstanden aber mit der Zeit ging er mir ebenfalls auf die Nerven. Ich beschloss selbst nach einem Auto für mich zu suchen. Meine Zeit in Neuseeland wurde immer kürzer und ich wollte nicht noch länger im Hostel bleiben. Dominik und ich suchten daher getrennt. Wir gingen erneut auf den wöchentlichen Automarkt. Dann fand ich mein Auto.
Ein Nissan Prairie 1996 mit einem Kingsize Bett und Ausstattung zum Reisen. Ein holländisches Paar will diesen verkaufen. Mir gefiel das Auto und ich machte eine Probefahrt. Ja ich will dieses haben. Am nächsten Tag ging es zur Werkstatt für einen Check. Das Paar wollte es zwar nicht aber ich kaufe kein Auto ohne vorher dieses prüfen zu lassen. Zwei Teile müssen ausgetauscht werden und ich konnte somit ein Kaufpreis drücken. Paar Tage später war es soweit. Kaufabwickelung und Umschreibung waren schnell gemacht und war der neue Besitzer.
Ich konnte endlich meine Reise weiter machen. Wohin!?!?
Erstmal in den Norden in Richtung Bay of Island und an die Nordspitze Cape Reinga.
Zuvor hatte ich mich mit vielen im Hostel unterhalten wer ebenfalls in den Norden fährt. Jil und Frauke sowie Froni und Leon hatten die gleichen Pläne jedoch sind die zwei Tage vor mir gestartet.
Nachdem ich Auckland verlassen hatte führte mich mein neues Auto erstmal an paar Städte in den Bay of Island (keine echte insel) wo ich erstmal Camping Erfahrungen machte. Hatte bis auf einen Schlafsack alles im Auto. Die erste Nacht war doch eher kalt (direkt am Strand) und ich kaufte mir gleich einen richtigen Schlafsack den es wird bald Herbst und die Nächte immer kühler. Nach drei Tagen verabredete ich mich mit den vier Leuten auf einem Campingplatz in der Nähe von Cape Reinga. Ich war zwar froh nach den Tagen nicht mehr allein zusein aber gestört hat es mich nicht.
Am nächsten Tag führen wir zu Nordspitze welche keine 30 min entfernt war. Der Ausblick war super schön und wir sahen wie das Tasmanische Meer mit dem Pazifik zusammen kommt. Die Farbe der beiden Meere war unterschiedlich und wie sahen wie die Wellen immer wieder zusammen stoßen. Auf dem Rückweg vom Leuchtturm machten wir noch eine Wanderung runter zum Strand und bis ganz an die andere Seite. Lt. Plan ist das in 3 Stunden gemacht. Es wurden jedoch fast 5 Stunden daraus und die Sonne strahlte uns heftig an. Wir waren fast die ganze Zeit allein am Strand unterwegs.
Dann ging es schon wieder zurück zum Camp und wir schauen dort den Sonnenuntergang an. Direkt neben dem Camp war ein Berg den wir am nächsten Morgen gleich erklimmten um den Sonnenaufgang anzusehen. Dann wurde es auch wieder Zeit weiter zu fahren. Wir trafen uns dann wieder auf einem anderen Campingplatz wo es Kiwi's (die Tiere) gibt. Auf unserer Nacht Wanderung welche direkt neben dem Camp startete hatten wir die Möglichkeit welche zu sehen. Ausgestattet mit einer Rotlicht Taschenlampe streiften wir durch den Wald und sprachen kein Wort um die Kiwi's zu erschrecken. Nach fast einer Stunde warten und lauschen hatten wir das Glück einen zu sehen. Dieser kam bis auf 5 m auf uns zu und wir beobachtete ihn paar Minuten lang bis er wieder tief in den Wald lief.
Die Wege trennten sich auf dem Weg zurück Richtung Auckland. Jil und Frauke führen direkt nach Coromandel und Froni und Leo hitchhiken Richtung Süden weiter. Ich plante für einen Tag nach Auckland zu fahren wegen meinen Papieren für die Auto Versicherung. Auf dem Weg bekam ich leider von einem anderen Fahrzeug einen Steinschlag. Nach zwei Tagen wurde es leider ein Riss in der Scheibe und über die Nacht wurde dieser auch größer. So ein Mist. Ich ging gleich zu meiner Versicherung aber ich musste bereits, dass es nichts wird. Meine Versicherung übernimmt nur die Kosten für Steinschlag, wenn dieser repariert werden kann. Da ich jedoch einen Riss hatte musste ich meine Frontscheibe austauschen lassen. Nach dem Wochenende ging ich gleich zu "Car glass" aber meine neue Scheibe ist frühstens am Freitag da. Oje fünf Tage warten. Also zurück zum Fat Cat Hostel. Dominik war ja noch dort und hatte weiterhin kein Auto. Ich schlief kostenlos auf dem Parkplatz und konnte die sanitären Einrichtungen nützen. Aufgrund von Umstrukturierung im Hostel konnte ich nicht als Backpacker einchecken. So sparte ich zumindest Geld für die Frontscheibe. Freitag war es endlich soweit und meine neue Frontscheibe wurde eingebaut. Ich startete direkt dann meine Tour nach Coromandel. Wo und welche Strecke ich gefahren bin werdet ihr bald auf einer neuen Karte sehen können.
Next: Hobbiton, Wai-o-tapu und Wellington (Wiedersehen mit einem alten Reisepartner aus Thailand)

Mittwoch, 21. Januar 2015

Dritter Teil von Australien

Mein Flug ging mit der billig Flug Airline Tigerair. Die Aussicht von Sydney war super aber was ich von Melbourne sah war nichts. Nebel über Nebel. Bis 30 Sekunden vor der Landung habe ich nix sehen können. So dich war der Nebel.
Als ich Ausstieg bekam ich einen Kälteschock. Gerade mal 18 Grad und ich lief mit Shirt und Flip Flops rum. Sobald ich meinen Rucksack hatte wechselte ich gleich zum Pulli und langer Hose. Das hatte ich jetzt nicht erwartet. Dann fing es auch noch an zu regnen. Wird ja hoffentlich nicht die ganze Zeit so....
Nachdem ich ein Hostel gefunden hatte ging es kurz raus. Regen und das den ganzen Tag. Es wurde ein Tag im Hostel. Die Leute dort waren auch komisch. Mein erster Eindruck von Melbourne war nicht toll.
Ich bekam Sehnsucht nach Sydney. Die Sonne fehlte mir schon nach einem Tag und die Leute waren dort lockerer drauf. Melbourne gefiel mir nicht. Auch paar Tage später wurde es nicht besser. Ich überlegte sogar wieder zurück nach Sydney zu reisen. Flugtickets sind günstig aber für eine Woche nach Sydney fliegen und wieder zurück nach Melbourne (weiter Flug nach Neuseeland)? Ich schlief noch eine Nacht darüber und meine Pläne waren ganz anders. Sydney war ich schon daher bleibe ich noch etwas in Melbourne.
In der Facebook Gruppe Australien Backpackers lernte ich Erik kennen. Er hatte sich ein Auto für zwei Tage gemietet und plante eine Tour die Great Ocean Road abzufahren. In zwei Tagen ist das etwas knapp aber möglich. Ich sagte Ihm zu, dass ich dabei bin. In zwei Tagen sollte es bereits los gehen. Endlich wurde das Wetter auch besser und die Sonne schien fast den ganzen Tag lang, abends war es zwar weiterhin frisch. Wieder lernte ich an diesem Abend in der Facebook Gruppe paar Jungs kennen die abends um die Häuser ziehen wollen. Da ich mit den Leuten im Hostel nicht in Kontakt gekommen bin verabredete ich mich mit den Deutschen. Wir verabredeten uns vor dem Eingang einer Roof Top Bar. Leider sind wir dort jedoch nicht rein gekommen, da wir nicht auf der Liste standen :-(
Wir suchten weiterhin nach einer Bar jedoch waren diese zu voll oder zu teuer.
Um ca 1 Uhr Nachts änderten wir unsere Pläne. Ab ins Casino :-)
Melbourne hat das Crowne Plaza Hotel wo auch sich das Casino befindet. Dort finden auch regelmäßig Poker Turniere statt. Aktuell finden dort die Meisterschaften statt welche über einen Monat lang gehen. An diesem Abend war mein Akku leer aber ich kann euch sagen, mega riesig groß. Ich wollte an diesem Abend nicht spielen aber gejuckt hat es mich schon. Dann war der Abend auch schon vorbei und die Jungs gingen wieder unter die Brücke wo desen Camper stand.
Dann wurde es Zeit für die Great Ocean Tour. Morgens um 10 Uhr verabredete ich mich mit Erik paar Straßen weiter. Ich weiß jetzt nicht mehr, was für ein Auto aber es war ein fünfsitzer. Ich hoffe das sich noch jemand angeschlossen hat, damit die Miete und Sprit Kosten nicht nur durch zwei geteilt werden. Leider waren wir doch nur zu zweit. Naja ist halt so.
Erik hatte bereits nen Plan der Tour (siehe auch Foto). Leider haben wir zeitlich nicht alles gesehen und gemacht aber unsere Tour ging:
Melbourne - Point Londsdale - Torquay - Aireys Inlet - Lorne - Apollo Bay - Cape Otway - Port Campbell mit dem Ziel: Twelve Apostel
Die Strecke ist etwa 300km. Ist ja nicht viel aber hier kann bzw. darf man meistens nur 80/100 fahren und die Hälfte der Strecke ist doch eher kurwig.
Wir schafften kurz vorm Sonnenuntergang die 12 Apostel zusehen. Perfektes Timing!
Übernachtet haben wir in Port Campbell und am nächsten Morgen ging es direkt zurück nach Melbourne (Schnellstraße). Da gibt es nicht viel zusehen aber es regnete sowieso die meiste Zeit. Wir machten im Landesinnere noch paar Stopps aber naja, Regen! In Melbourne kam dann die Sonne raus. Ich ging dann in ein anderes Hostel wo ich dann direkt Anschluss mit den Leuten im Zimmer fand.
Mit Erik verabredete ich mich noch abends auf ein Bier. In fünf Tagen geht meine Reise schon weiter nach Neuseeland. Ich gönnte mir die letzten drei Tage in Australien ein Einzel Zimmer im Hotel. Beim Check-In dann die Überraschung, kostenloses Upgrade in ein größeres Zimmer. Endlich mal wieder ruhig und entspannt aufwachen. Keine anderen Backpacker die Ihre Rucksäcke packen oder welche die rein und raus laufen. Fitnessraum, Kino, Jacuzzi und super Hausbar war alles im Hotel.
Ich verabredete mich noch paar mal mit Erik und Simon (ein Freund von Ihm) und wir gingen abends noch etwas aus. Erik's letzter Tag in Australien und wir planten ins Casino zugehen. Simon und ich wollen zocken! Roulette sollte es sein. Er spielte gleich mit 50 Dollar und ich mit 20 Dollar. Erst lief es gut aber dann wurde es immer schlechter. Ich setzte meine letzten 5 Dollar auf Schwarz und Simon seine 20 Dollar auf Rot. Wir haben beide verloren, denn es kam "0".
Wir hatten unseren Spaß an diesem Abend
Mein letzter Tag in Australien war gekommen und ich musste zum Flughafen.

Goodbye Australia, vielleicht sehen wir uns dieses Jahr wieder ;-)

Sonntag, 18. Januar 2015

Zweiter Teil in Australien

In Sydney angekommen sah ich Louis am Gepäckband wieder. Wir verließen den Flughafen und gingen zur Metro. 22 Dollar für eine 30 min. fahrt in die Stadt. Ich werde hier echt noch arm :-( Louis zeigte mir noch welchen Bus ich nehmen muss und dann ging es schon ins Stadtviertel Glebe, wo mein Hostel ist. Dieses mal buchte ich im voraus da Tobias in diesem Hostel ist. Kurz vor Neujahr ohne Hostel dazustehen wollte ich ja nicht gerade. Im Hostel dann das Wiedersehen nach fast drei Monaten. Wir aßen was zusammen und gingen Abends noch kurz raus.
Am nächsten Tag war Strand angesagt und wir nahmen die Fähre zum Manly Beach. Dort trafen wir noch paar andere Backpacker die Tobias aus dem Hostel bereits kannte. Super schöner sauber Strand aber kalt. Zurück im Hostel gingen wir Abends noch Pizza essen bevor es schon ins Bett ging. Dann war es endlich soweit. Silvester in Sydney!!! Wir führen bereits morgens zum botanischen Garten wo wir das Feuerwerk sehen wollen. Oh mein gott, was für eine schlange voller Leute die dort ebenfalls hin wollten. Es ist ein abgesperrter Bereich wo nur eine bestimmte Anzahl von Leuten rein darf. Wer drin ist, sollte nicht mehr raus, den wieder rein kommen ist fraglich. Alkohol mitnehmen ist verboten und unsere Rucksäcke werden kontrolliert. Nach der Kontrolle waren wir um 10 Uhr morgens drin und die Leute rannten direkt zu besten Plätzen. Vom botanischen Garten hat man einen super Blick auf das Opernhaus und die Harbour Bridge. Ja wir waren etwas spät und die besten Plätze waren belegt. Naja in der 10ten Reihe unter einem Baum hatten wir zumindest einen schattigen Platz und konnten dort die restlichen 12 Stunden abwarten :-). 
12 Stunden auf ein Feuerwerk warten? Ja warum nicht, man ist ja nur evtl einmal im Leben an Neujahr in Sydney. Die Zeit verging echt langsam daher schliefen, spielten, und lasen etwas. Auf dem Gelände konnten wir glücklicherweise Bier kaufen welches zu einem guten Preis verkauft wurde. Problem war nur, dass wir fast eine Stunde anstehen mussten um welches zu kaufen. Naja so verging auch diese Zeit! 
Roy und Mike aus Holland, welche ich in Laos kennengelernt habe und in Vietnam wieder sah, waren ebenfalls in Sydney und trafen uns auf unseren Plätzen wieder. Nein, dass war kein Zufall, wir verabredeten uns vor Wochen bereits für den Tag. Schön wieder alte Gesichter zusehen. 
Um 21 Uhr wurde ein kleines Feuerwerk gezündet welches ein Test war. Nach 5 min war dieses auch schon wieder vorbei und wir freuten uns bereits auf das Große. 
Nach einer erneuten Runde Bier waren es nur noch 30 min. und ich ging zu meinem Platz zurück. Leider habe ich die beiden Holländer in dieser Nacht nicht mehr gesehen. Das Telefon Netz war bereits überlastet und ich konnte kein Kontakt mehr aufnehmen. Tobias und ich setzten uns zu einer anderen Gruppe wo die Aussicht besser war. Dort sahen wir uns dann das Feuerwerk an welches ca 13 min dauerte. Die Harbour Bridge brannte voller Raketen, vom Opernhaus, von einem Steg und von der rechten Uferpromenade wurde abgeschossen.
Ein wundervolles Feuerwerk welches ein must to do auf meiner Reise war.
Nach dem Feuerwerk wurde es etwas mau und die Leute verließen das Gelände um in die Stadt zugehen. Auch wir beschlossen dies und machten uns auf einen fast zweistündigen Weg. Da so viele Leute unterwegs waren, hatten wir Probleme irgendwo rein zukommen. Daraufhin beschlossen wir zurück in Hostel zu fahren.

In den kommenden Tagen machte ich paar Touren mit dem Bus, Auto oder zu Fuß.
Harbour Bridge und das Opernhaus bei Tag sowie ein Besuch im Zoo standen auf dem Programm (hoffe die Bilder gefallen euch).
Dann ging es mit einer Tour zu den Blue Mountains sowie an paar Sehenswürdigkeiten außerhalb der Stadt.
Die Tage vergingen wie im Flug und es wurde mal wieder Zeit Tschüss zusagen. Tobias flog nach Neuseeland, wo ich Ihn wieder treffen werde und ich nahm den Flug nach Melbourne.
Next: Melbourne und die Great Ocean Road


Mittwoch, 7. Januar 2015

Erster Teil von Australien

Nach einem angenehmen Flug von Bangkok war ich in Sydney angekommen. Erstmal hieß es wieder Visum Formular ausfüllen. Das heißt nicht dass man so einfach nach Australien einreisen kann. Bevor man in den Flieger nach Australien einsteigen kann, wurde bereits in Bangkok mein Visum überprüft welches ich bereits ein halbes Jahr zuvor beantragt habe. Ohne dieses kommt man nicht in den Flieger!
In Sydney angekommen musste ich gleich das Terminal wechseln den ich blieb nicht lange in Sydney. 2 Stunden zwischenstopp für den nächsten Flug nach Brisbane. Sydney werde ich später erst besichtigen. In der Lobby für meinen weiter Flug, lass ich die Zeitungen, die überall herum lagen. In de Nacht zuvor war die Geiselnahme in einem Lindt Geschäft in Sydney bei dem mehrere Leute starben. Sydney stand unter Schock.
Nach einem einstündigen Flug nach Brisbane konnte ich endlich etwas Schlaf nachholen. Hostel hatte ich mal wieder nicht gebucht und so ging es bei 30 Grad ins Backpacker Viertel. Was für Preise. Australien ist so teuer. Ok ich war drei Monate in Südostasien unterwegs wo fast alles billig war. Erstmal an die Preise gewöhnen, dass wird schon, sonst würden die Leute ja nicht für ein ganzes Jahr da hin gehen. Einen Monat mal sparsam Leben...
Im Hostel lernte ich gleich mal, dass Essen gehen nicht drin ist. Das kann man sich als Traveler nicht leisten. Habe ja hier nicht vor zu arbeiten. In jedem Hostel gibt es eine Küche. Also selber kochen und einkaufen ist angesagt. Das erste mal nach drei Monaten selber kochen. :-)
In meinem Zimmer lernte ich gleich zwei deutsche Teenager kennen. Die erzählten mir gleich wie es am besten ist Geld zu sparen. Wasser trinken aus dem Wasserhahn und nur in den großen Einkaufszentrum einkaufen.
Am nächsten Tag musste ich mir langsam mal einen Plan machen wohin meine Reise in Australien geht. Ich beschloss erstmal Richtung Norden. Während meiner Stadt Besichtigung in Brisbane wurde ich von einem deutschen Mädel von einer Reise Agentur angesprochen. Sie erklärte mir zwei Touren Richtung Norden und den Transfer dorthin. Ich wollte erstmal nicht gleich buchen und erstmal darüber schlafen und meinen Kopf etwas frei kriegen. Abends ging ich mit einem weiteren deutschen aus dem Hostel durch die Stadt. Überall nur Deutsche!!!
Am nächsten Tag entschied ich mich die zwei Touren zu buchen da kurz vor Weihnachten alles schnell ausgebucht sein kann. Noch am selben Abend nahm ich den Bus nach Hervey Bay. Von dort startete die Tour nach Fraser Island. In Hervey Bay gibt es selbst nicht viel zusehen. Einen Strand und paar Geschäfte. Eher was für ältere Leute die sich zu Ruhe setzen.
Einen Tag zuvor erhielten wir im Hostel eine kurze Einweisung über die dreitägige Tour auf Fraser Island. Wir mussten unser Essen und Trinken für die Tour selbst einkaufen. Zwei Mädels, ein Typ und ich (alle aus Deutschland) kauften zusammen ein, damit es nicht für jeden zu teuer wird. Pasta, Fleisch, Obst und Gemüse gingen preislich gut auf aber die Getränke und Alkohol kaufte jeder für sich.
Dann ging es um 5 Uhr morgens schon los. Wir waren insgesamt 22 Leute auf drei große Autos verteilt. Jeder der einen Führerschein hat darf bzw muss fahren. Ich ließ erstmal den anderen den Vortritt da der Linksverkehr mir noch etwas fremd war.
Wir führen erstmal zum Pier wo wir dann mit der Fähre auf Fraser Island rüber gebracht wurden. Dann hieß es erstmal eine Stunde lang direkt am Strand fahren. Herrlich, niemand außer uns war weit und breit zusehen. Wir machten dann einen stopp um die Aussicht der Insel zu genießen und dann ging es an einen wunderschönen Strand wo wir andere Leuten wieder sahen. Nachmittags ging es zum Camp wo wir essen und schlafen werden. Sehr einfache Zelte und zwei Kochstationen, dass war alles. Unser Klo war die Natur und unsere Lebensmittel wurden in Kühltaschen gehalten. Nach einem leckeren Abendessen in großer Runde machten wir noch paar Partyspielchen. Abends ist die Gefahr größer auf wilde Tiere zu treffen. Dingos, Schlangen und Spinnen könnten überall sein. Daher dürften wir immer nur zu zweit das Camp verlassen. Wir fanden zu später Stunde eine Schlange welche keine 10 Meter von uns entfernt war. Unsern Camp Leiter zeigte uns für paar Sekunden die schwarze Natter (giftig aber nicht tödlich) bevor er diese weg brachte. Wir pruften alle zwischenzeitlich unsere Zelte. Kann ja drin auch eine sein.
Nach einer kurzen Nacht ging es nach dem Frühstück um 6 Uhr auf die nächste Tour. Wir fuhren zu einem Fluss in welchem wir uns vom Wasser treiben lassen konnten und fuhren danach an einen See. Beides war einfach Traumhaft und wir relaxten im Sand und genossen die Sonnenstrahlen. Viel kann ich dazu nicht schreiben. Was denn, wenn man nur "rum liegt"  :-)
Auf dem Rückweg zum Camp sammelten wir Muscheln ein, welche sich im Sand eingruben. Unser Camp Leiter kochte diese abends für uns. Etwas Knoblauch und Zwiebeln, mehr braucht man für die Muscheln nicht. Sehr lecker.....
Der letzte Tag neigte sich dem Ende zu und wir fuhren zurück ans Festland und nach Hervey Bay. Ich blieb noch zwei Tage in Hervey Bay bevor ich mit dem Nachtbus nach Airlie Beach fuhr. Dort startete meine zweite Tour zu Whitesundays Island.
Mein Hostel war genial. Sechs Bett Zimmer, mega sauber, super zentral, Kühlschrank im Zimmer und es gab zur Dusche auch eine Badewanne. Nach mehr als 3 Monaten war ich nicht mehr "baden". Im Zimmer lernte ich gleich alle vier Mädels kennen. Annegret und Sila aus Schweden, Lara aus Frankreich und Pia aus Finnland. Ich glücklicher. :-) Wir verabredeten uns für den Abend zum Essen und tranken etwas Gun (billig Wein). Alkohol ist richtig teuer und rauchen sowieso. Wir wollten gerade in einen Club gehen als der Türsteher meinen Ausweis sehen will. Haha ich bin 30 Jahre und alle vier Mädels ca. 5 Jahre jünger. Ich durfte nicht rein da ich keinen Ausweis dabei hatte. Egal wie alt man ist, einen Ausweis muss man immer zeigen. Wieder was gelernt. Nachdem ich meinen Ausweis geholt hatte ging ich in den Club rein. Die Mädels waren gerade dabei zu gehen. :-( Mist, aber das war noch nicht das Ende. Wir gingen dann noch in eine andere Bar, wo der Abend dann endete.
Am nächsten Morgen waren die zwei Mädels aus Schweden abgereist. Lara und Pia erzählten beim Frühstück, dass die beiden auf eine Bootsfahrt für zwei Tage gehen. Es stellte sich heraus, dass die auf der selben Tour wie ich bin. :-) Zufälle gibt's.

Es war Heilig Abend. Schon Weihnachten!!! Wie die Zeit vergeht. Wir drei planten nicht wirklich was für den Abend, nur unser Essen. Barbecue soll es werden. Rindersteak mit Salat und Gun. Oje ich hatte viel lieber einen Karpfen gegessen aber diesen gibt es hier nicht. Weihnachten bei fast 30 Grad, ohne Familie und Schnee. Ich war sehr nachdenklich an diesem Tag und konnte gar nicht den Tag genießen.
So verging der Tag auch recht schnell und ich freute mich am nächsten Morgen gleich mit meiner Familie zu Skypen. Durch die Zeitverschiebung von 9 Stunden könnte ich abends in Deutschland anrufen war indirekt mit dabei. :-)
In Australien wird Weihnachten erst am 25.12 gefeiert. Alle Geschäfte hatten zu und wir konnten daher nur an die Lagune gehen und dort schwimmen und Sonne tanken. Am nächsten Tag war die Tour nach Whitesundays Island geplant. Wir kauften morgens gleich unsere Getränke für die zwei Tage ein und gingen zum Pier.
Wir drei hatten die Habibi Boots Tour gebucht. Insgesamt waren wir 25 Leute und drei Besatzung Mitglieder. Auch dort wieder viele Deutsche. Die sind echt übel. Ich stellte mich daher als Tomek der Pole vor. :-) So vermied ich den Spruch (soviel deutsche in Australien, wieviel gibt es von euch). Manche merkten jedoch meinen Akzent, aber egal. Ich wurde zumindest nur noch Tomek gerufen.
Nachdem uns die Betten zugewiesen wurden lernte ich mit der Zeit fast alle Namen der Leute. Vom Profi Kickboxer bis Langzeit Auswanderer war alles dabei. Wir segelten stundenlang den Inseln entlang bis es erstmals vom Boot ging. Schwimmen war hier nicht möglich. Haie sind hier sehr verbreitet. Jedoch ist die Gefahr von Quallen höher. Ohne schwimm Anzug sollte man nicht ins Wasser. Am Strandufer war die Gefahr auf Haie schon geringer.
Louis aus Sydney, Chris aus England, die beiden Mädels und ich wurden zu einer kleinen Gruppe und wir gingen erstmal am Strand schwimmen und Fotos machen. Abends auf dem Boot wurde der Alkohol aufgemacht und quatschen bis in die Nacht. Als ich zu meinem Bett ging, merkte ich, dass mein Platz direkt neben einer heißen Rohrleitung liegt. Schlafen ging gar nicht. Ich packte mein Kissen und eine Isomatte und ging aufs Deck. Ich schlief wie fast 12 andere unterm Sternenhimmel. Mit der Zeit kamen immer mehr Leute und ich glaube fast alle haben oben geschlafen. Schade das ich davon ein Foto gemacht habe, sah sehr lustig aus, wo mache schlafen mussten.
Am nächsten Morgen weckte der Kapitän uns um 6 Uhr zum Frühstück. Die Sonne scheinte bereits stark und ich hatte schon ein leicht rotes Gesicht. Sonnencreme um 6 Uhr morgens! Wir zogen unsere schwimm Anzüge an und gingen Schnorcheln. Wir sahen sehr viele Fische und Korallen, hofften jedoch auf Schildkröte zu treffen. Nach zwei Stunden ging es mit dem Boot zum Whitehaven Beach. Dies ist der beste Platz von den Inseln. Kilometer weiter Sand und Strand und wir waren die erste Touristen an diesem Tag. Die Bilder sprechen hoffentlich für sich. Nachdem wir dort viele Stunden verbrachten und viele Fotos gemacht haben ging es schon wieder mit dem Boot zum nächsten Platz zum Schnorcheln. Dort sahen wir endlich Schildkröte die mit uns schwammen. Habe jetzt endlich auch mal welche gesehen. Ich brauche unbedingt eine Unterwasser Kamera bevor ich nach Neuseeland gehe. Die Bilder der anderen sind tausendmal besser. Zurück auf dem Boot segelten wir in eine Bucht wo wir die zweite Nacht auf dem Boot verbrachten. Wieder schlief ich unter freiem Himmel und dachte in dieser Nacht viel über Zuhause nach. Mein Job, mein Freunde und meine Familie. Werde ich mein Leben so weiter führen wie bisher? Werde ich nochmals wieder so eine Reise machen? Soll ich mal im Ausland Leben?
Gedanken über Gedanken aber keine Entscheidungen.....

Der letzte Tag auf dem Boot und ich fühlte mich etwas Seekrank. Auf dem Rückweg zum Festland lagen wir alle auf dem Deck unter der Sonne, als plötzlich einer rufte: Dolphins (Delphine). Wow Delphine, es waren glaub vier oder fünf welche immerwieder aus dem Wasser sprangen. Der Kapitän stoppte mit dem Boot damit wir diese beobachten konnten. Mein Akku war bereits leer daher gibt es keine Fotos.
Mittags kamen wir in Airlie Beach an und ich merkte danach noch Stunden später, dass alles noch schaukelt. Komisches Gefühl als würde man dauer "angetrunken" sein.
Abends stand noch die Aftershow Party an. Der Kapitän lud alle Leute in den Biergarten ein wo jeder ein Viertel Pizza und ein Bier bekommt. Ich glaube das gehörte zur Tour dazu, da der Kapitän selbst nicht dabei war. Wir gingen abends alle noch in zwei Clubs zum tanzen und feiern. Mit der Zeit wurden es immer weniger Leute und auch für mich war um 1 Uhr Schluss.
Rucksack packen mit leichtem Kater und das unter Zeit Druck (auschecken bis 10 Uhr) ist echt nicht gut. Eine weiter Nacht im Hostel war nicht möglich. Ich hatte paar Tage zuvor bereits meinen Flug nach Sydney gebucht.
Nachdem ich mich von den beiden Mädels verabschiedete ging es auch schon zum Flughafen welcher eine Stunde entfernt war. Ich war froh diesen Flug gebucht zu haben den in zwei Tagen ist Silvester und ich muss nach Sydney.
Am Flughafen traf ich plötzlich wieder auf Louis (vom Boot) welcher im gleichen Flieger wie ich war. Da er aus Sydney ist, fragte ich in gleich mal aus, wohin in Sydney muss...

Next Silvester in Sydney und Wiedersehen mit Tobias (aus gemeinsamer Zeit von Koh Tao und Tauchschein)

Montag, 22. Dezember 2014

Kambodscha in paar Tagen

Nach einem schönen lustigen letzten Tag wurde es Zeit Vietnam zu verlassen. Meine Entscheidung nach Kambodscha zu gehen gefiel mir immer besser. Ich holte mir gleich ein Ticket für den Bus und wechselte schnell noch mein Geld in US Dollar.
Für die Einreise nach Kambodscha braucht man 20 US Dollar sonst kommt man nicht rein. Nachdem ich mich von Tracy verabschiedete ging ich im strömenden Regen zum Bus. In letzter Minute kam ich an und konnte mit den anderen zwei Backpackern nicht mehr reden, da mein Platz in mitten von den anderen Khmer (Einwohner Kambodscha's) war. Die Fahrt zur Grenze dauerte ca. 3 Std. Davor sammelte der Fahrer in einer Fahrtpause unsere Personalausweis + 5 Dollar extra "damit er das Visum macht". Naja mir blieb nichts anderes übrig.
Die Grenze war zur später Stunde sehr gut besucht. Nachdem wir von Vietnam ausgereist sind, mussten wir ca eine Stunde auf unseren Ausweise warten und das an einer offenen Bus Station. Dann ging endlich weiter und wir erreichten nach weiteren paar Stunden die Hauptstadt Kambodschas Phnom Penh.
Einer der Backpacker unterhielt sich mit dem Fahrer als dieser seine Sachen packt und aussteigen will. Der zweite Backpacker packt ebenfalls seine Sachen und steigt aus. Ok, was ist jetzt los. Warum steigen die beiden aus? Zwei Gedanken: erstens ich steige auch aus und sehe was passiert und wo ich bin oder zweitens ich fahre mit den anderen Leuten im Bus zur Station.
Ich entschied mich ebenfalls zum aussteigen. Draußen sagten mir die beiden, dass das hier das Backpacker Viertel ist und der Bus in die Innenstadt fährt.
Da standen wir drei Backpacker in einer schlecht beleuchteten Straße und schauten mit unseren Handys nach den Hostels in der Gegend.
So lernte ich Mike aus Portugal kennen. Nachdem der dritte in ein Hotel gegangen ist, suchten Mike und ich weiter nach einem Hostel welches wir 10 min fanden.
"The White Rabbit" komischer Name aber egal. Es ist mitten in der Nacht. Hauptsache wir haben eine Unterkunft.
Beim Frühstück am nächsten Tag unterhielten Mike und ich uns etwas und stellten fest, dass wir die selben Ziele zur fast gleichen Zeit in Kambodscha haben. Meine Entscheidung aus dem Bus früher auszusteigen war genau die richtige. Neuer Reisebegleiter für Kambodscha hab ich schon. So schnell kann das mal gehen.
Wir planten als erstes den Besuch der "Killing Fields von Choeung Ek", die sich ungefähr mit dem Tuktuk eine halbe Stunde außerhalb der Stadt befinden. Was man hier zu sehen bekommt, lässt einem mehr als Gänsehaut aufstehen. Die Killing Fields unter der Regierung von Pol Pot und den Roten Khmer von 1975 bis 1979 eine Art Konzentrationslager für alle Gebildeten, Intellektuellen und denen, die nur so aussahen. Pol Pot wollte einen kommunistischen Bauernstaat errichten und ließ erbarmungslos alle hinrichten, die dem im Wege stehen. Ausgestattet mit einem guten deutschsprachigen Audioguide kann man das Gelände völlig ungezwungen ablaufen und es ist wirklich grausam, zu sehen, wie z.b. noch Zähne, Knochen und Kleidungsstücke herumliegen, von denen, die umgebracht wurden. Wir waren total geschockt, wie Kombodschaner einst ihre eigenen Landsleute umbrachten und hinrichten ließen. Wirklich sehr schlimm was da passiert ist. Danach fuhren wir noch in das Museum über die Geschichte Kambodscha's, die Killing Fields und Pol Pot's Regime.
Zurück im Hostel planten wir direkt unser nächstes Ziel. Im Hostel selbst konnten wir unsere Tickets für die Insel Koh Rong buchen. Um 7 Uhr morgens ging es auch schon los und wurden pünktlich auf die Sekunde abgeholt.
Koh Rong liegt ebenfalls am Golf von Thailand aber halt auf der anderen Seite. Die Insel ist für seinen Party Strand aber auch für den einsamen weißen Strand bekannt. Auf der Insel gibt es nur 6 Std pro Tag Strom und somit auch selten Wifi und warm Wasser. Auf der Insel angekommen schaute ich erstmal nach alten Gesichtern. Den ich musste bereits, dass Franziska auf der Insel ist. Nach Laos ging Sie direkt nach Kambodscha und ich nach Vietnam. Wiedersehen nach einem Monat auf Koh Rong.
Mike und ich suchten erstmal nach einem Hostel als Lucy aus Australien uns ansprach ob Sie sich uns anschließen kann. Wir drei suchten am Party Strand nach einem schönen Platz. Nachdem wir die Rucksäcke ablegten ging es direkt ins Meer.
Relaxen am Strand und einfach mal nichts tun.....
Abends ging es in die Strand Disco welche sich direkt eben unser Hostel Zimmer befand. Wird ja nicht lange gehen. Spätestens um 2 Uhr nachts geht die Musik aus da es keinen Strom mehr gibt. Leider war das nicht der Fall da die Disco über einen Stromgenerator verfügte. Die Musik ging tatsächlich bis 5 Uhr morgens. Wir hatten also alle drei eine sehr schlechte Nacht und wechselten gleich am Morgen unser Hostel. Wir buchten dort gleich noch eine Tour mit Schnorcheln, Fischen, einsamer langer Strand mit BBQ Abend. Geplant war noch, dass wir nachts nochmals mit dem Boot rausfahren um das Plankton zusehen jedoch zog abends ein Gewitter auf und somit viel dies leider aus. Regen über regen die ganze Nacht. Am nächsten Morgen wurde es schon wieder Zeit aufs Festland zurück zu fahren. Unser nächstes Ziel war Siem Reap und die Tempel von Angkor Wat. Mike und ich hatten unsere Tickets bereits auf der Insel gebucht. Lucy war etwas spät dran. Wir sahen Sie noch auf dem Boot aber dann leider nie mehr wieder.
Siem Reap war ganz anders als Phnom Penh. Sauber, nette Leute und viel leichter zu besichtigen. Mike kannte paar Reisebegleiterinen die bereits in Siem Reap waren daher gingen wir in das gleiche Hotel. Dort angekommen gingen wir mit den drei Mädels aus England direkt zur Sehenswürdigkeit Nummer eins von Kambodscha. Der Tempel von Angkor Wat. Die Tempel Anlage ist so groß, dass wir einen Tuktuk Fahrer für den ganzen Tag buchen mussten. Dieser war günstig im Gegensatz zum Eintritt für die Tempel Anlage. Naja einen Besuch muss es wert sein. Leider weiß ich heute nicht mehr alle Namen der Tempel Anlage aber die Bilder zeigens ja. ;-)
Wer den Film Tomb Raider mit Lara Croft kennt, erkennt vielleicht auf den Bildern paar Szenen vom Film. Dieser wurde in der Anlage gedreht.
Mein Handy war leider nicht komplett aufgeladen daher fehlen mir die Bilder von dem Haupttempel von Angkor Wat. Mike wird mir hoffentlich bald paar Bilder schicken. Nachdem wir den ganzen Tag die Anlage besichtigten und eine schönen Sonnenuntergang sahen ging es zurück ins Hotel.
Am nächsten Tag planten wir einen Besuch in einem "Orphanage"  Waisenhaus welches in der Gegend war. Bevor wir dort hinführen gingen wir für die Kinder noch Spielzeug und Süßigkeiten einkaufen. Ich machte mir davor viele Gedanken über die Kinder da ich noch nie in einem Waisenhaus war.
Dort angekommen trafen wir noch drei andere Backpacker welche dort freiwilligen Arbeit leisten. Nach einer Rundführung kamen die Kinder gerade von der Schule zurück und freuten sich sehr uns zu sehen. Da die Kinder in der Schule englisch unterrichtet werden klappte die Kommunikation sehr gut. Ich war erstaunt, dass die Kinder alle Glücklich wirkten und dauert lachten. Nach dem wir den Kindern die Spielsachen und Süßigkeiten übergaben konnten wir mit den noch spielen und mehr über das Waisenhaus erfahren. Hauptthema war die finanzielle Situation des Waisenhauses und der tägliche Ablauf der Kinder. Die Leitung macht einen sehr guten Job jedoch fehlt es immer am Geld. Die Kinder kriegen dreimal täglich Essen und gehen viermal die Woche zur Schule. Die jüngsten werden im Waisenhaus von dem Waisenhausleiter unterrichtet. Derzeit müssen sich leider vier bis sechs Kinder ein Bett teilen. Dafür sammelt derzeit die Leitung Geld, für mehr Betten und neue Matratzen. Nachdem viele Kinder wieder zurück zur Schule mussten (Mittagspause war vorbei) spielten wir noch mit den jüngsten Kindern. Wir legten noch etwas Geld für neue Matratzen zusammen bevor der Nachmittag dem Ende zuging und wir Tschüss sagen mussten.
Nachdem wir im Hotel zurück dachten wir viel über die Kinder nach..........(ich denke jetzt zwei Wochen später immer noch öfters daran).
Der letzte Tag in Kambodscha brach an und Mike und ich machten uns auf dem Weg nach Bangkok. Jetzt kam der schwierigste Grenzübergang auf meiner Reise. Die Grenze von Kambodscha nach Thailand ist ein Thema für sich. Es gibt viele Berichte von Leuten welche an der Grenze abgezogt oder abgelehnt wurden. Auch wir beide könnten Probleme kriegen da wir erneut nach Thailand einreisen wollen. Um 6 Uhr morgens waren wir dann an Grenze. Unser Busfahrer zeigte uns den Weg, den Rest müssen wir selbst machen. Wir stellten uns in die Schlage zum Ausreisen an als ich plötzlich paar Meter vor mir Franzi wieder sah. Selbst an der Grenze trifft man alte Leute wieder. Ausreise war einfach. Perso abgeben und Lächeln, alles prima. Die Einreise nach Thailand ist nicht so einfach. Erstmal wieder Visum zettel ausfühlen und warten. Vor uns sahen wir mehrere Leute, meist Asiaten welche keine Freigabe für Thailand erhielten. Warum weiß ich auch nicht. Dann auch zwei Touristen welche nicht einreisen dürften. Oje das wird gleich lustig wenn ich nicht einreisen darf. Ich war an der Reihe. Lächeln war aufgesetzt und mein Zettel vollständig ausgefühlt. Dann kamen die Fragen des Grenzkontrolleurs: Warum Reisen Sie erneut nach Thailand ein, wo gehen Sie genau hin und wie lange bleiben Sie genau in Thailand? Nachdem ich alles beantwortet, kam noch die Frage ob ich Drogen mit dabei habe? Jetzt mal ehrlich, wer antwortet auf diese Frage schon mit Ja? Naja bei mir war alles ok und ich bekam meinen Stempel im Perso.
Thailand ich bin wieder da. Mittags in Bangkok angekommen trennten sich die Wege von Mike und mir. Ich blieb noch eine Nacht in Bangkok bevor ich auf Koh Samet fuhr. Eine kleine Insel welche nur paar Stunden von Bangkok entfernt liegt. Drei Tage auf der Insel reichten aus, um einfach mal nichts mehr zu tun. Am Strand liegen und Sonne genießen. Ehrlich das war auch fast alles was ich drei Tage gemacht habe.
Zurück in Bangkok hatte ich nur noch zwei Tage. Den meine Zeit in Südostasien war vorbei. In zwei Tagen sitze ich schon im Flieger nach Australien. Eva war ebenfalls noch einen Tag in Bangkok. Wir gönnten uns noch die letzten Massagen, Pai Thai Essen und ein richtiges Hotel.
Drei Monate Südostasien waren vorbei. Oh mein Gott, drei Monate sind schon vorbei? Die Zeit verging so schnell. Ich will garnicht nach Australien. Es gibt noch so viele andere Länder und Städte zu sehen. So viele Gedanken, Australien war noch garnicht so richtig in meinem Kopf.

FAZIT: Ich hatte eine super, aufregende, spannende Zeit und konnte so viele Leute (auch paar Freunde) kennenlernen und begleiten. Keine meiner Entscheidungen habe ich bis jetzt bereut oder falsch gewählt.
Der Weg führt einen an ein Ziel, was man dort daraus macht ist ausschlaggebend.

Liebe Leute daheim, ich wünsche euch Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Liebe Grüße aus Harvey Bay (Australien)

Freitag, 12. Dezember 2014

Einmal durch Vietnam

Es wurde Zeit von Nordvietnam bis nach Saigon (Ho Chi Minh City) zu fahren. Da war ein Hop on Hop off Bus Ticket am einfachsten. Vier Städte (Hue, Hoi an, Nha Trang und Saigon) und das im Schlaf Nacht Bus. Somit musste ich keine zusätzlichen Übernachtungen buchen.
Erster Stop Hue. Nach ca. 10 Std fahrt war ich am frühen Morgen in Hue angekommen. Ben, der in einem anderen Bus fuhr, war ebenfalls in Hue und wir gingen nach einem guten Frühstück gleich auf Sightseeing Tour.
Hue ist eine Hafenstadt, welche in Zentralvietnam liegt. Im Stadtzentrum befindet sich die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten: Die Zitadelle und die Verbotene Stadt. Die Verbotene Stadt wurde nach dem Vorbild von Peking gebaut, allerdings kleiner. Warum weiß ich aber leider nicht.
Die alte Kaiserstadt befindet sich in einem eigenen, abgeschlossenen Bereich innerhalb der Zitadelle. Darin ist sie nochmals durch Mauern in mehrere Bereiche eingeteilt. In Ihrem Zentrum befindet sich die Verbotene Stadt.
Leider wurde die Kaiserstadt im Vietnam Krieg zum größten Teil zerstört. Von der UNESCO wurde die Stadt zum Weltkulturerbe ernannt. Ja mehr kann ich zu Hue nicht sagen. Abends ging es noch auf ein Bier.

Nächste Station: Hoi an oder auch Hoian genannt.
Ben und ich gingen wieder gemeinsam auf Tour da wir bereits wussten in welchem Hostel wir einchecken wollen. Nach einer kurzen Fahrt von vier Stunden trafen wir in Hoi an. Aufgrund des sonnigen Tages ging es gleich zum Strand. Wir leiten uns kostenlos Fahrräder aus und führen 30 min aus der Stadt heraus zum Strand. Kaum waren wir dort angekommen schon verließ die Sonne uns. Naja Pech gehabt. Bevor der Regen eintrifft führen wir zurück zum Hostel. Abends ging es mit dem Chef des Hostels die Pub Street. Da Ben leider nicht konnte ging ich allein mit und lehrte sofort die anderen Backpacker aus dem Hostel kenne. An diesem Abend merkte ich, mein Englisch wird immer besser. In einem Pub sah ich plötzlich alte Bekannte wieder. Roy und Maik aus Holland waren ebenfalls in Hoi an. Die beiden lernte ich auf dem Slow Boat nach Laos kennen. Wie klein mal wieder Südostasien ist!
Am nächsten Morgen beim Frühstück stand plötzlich Eva aus Israel vor mir. Mit Ihr war ich Hanoi und SaPa unterwegs. Sie erzählte mir, dass Tracy ebenfalls heute Abend eintreffen wird. Somit wären wir vier nach Hanoi und SaPa wieder zusammen unterwegs. Nach ein entspannten vietnamesischen Rückenmassage gingen Eva und ich etwas durch die Straßen Hoi an entlang als ich wieder ein altes Gesicht getroffen habe. Das klingt jetzt langsam nicht mehr glaubwürdig aber so ist bzw war es. Nachdem Tracy abends eingetroffen ist, gingen wir vier vietnamesisch Essen und leckere Cocktails trinken. Ein Cocktail kostet gerade mal einen Euro. Die Preise für Getränke in Vietnam sind schon fast unglaubwürdig. Wasser kostet manchmal mehr als ein Bier und ein Gin Tonic fast wie ein O-Saft.
Hoi an: ja ist eine schöne saubere Stadt. Sehenswürdigkeiten gibt es auch aber die habe ich leider nicht gesehen. Warum? Weil ich einfach mal wieder Lust auf Party gehabt habe und ich mal einfach nichts besichtigen wollte.
Ben musste bereits am nächsten Tag weiter weil er keine Zeit mehr hat. Nach 2 Jahren in Australien und Neuseeland wurde es für Ihn Zeit nach England zurück zufliegen und das schon in paar Tagen. Blieben also Eva, Tracy und ich übrig.
Für den nächsten Tag buchten wir drei einen vietnamesischen Kochkurs und das bei My Grandma's Home Cooking. Morgens gingen wir zu siebt erstmal auf den täglichen Markt. Wir lernten dort neue Früchte und Obst kennen und probieren. Wie viele unterschiedliche Nudelsorten es gibt und liefen über den streng riechenden Fischmarkt. Luft anhalten ging da leider nicht da ich keine 10 min Luft anhalten kann. So groß war der Markt. Nach der Marktführung ging es auf ein Boot mit dem wir zur Cooking School gebracht wurden. Dort lernten wir, wie man Reispapier herstellt und wieviel Arbeit dahinter steckt. Wir mussten unser eigenes Reispapier herstellen da wir dieses später noch benötigen werden. Erste Aufgabe war ein gefühlte Rolle mit Omelett und Chicken Satay. Dann ein Papaya Salat und zum Schluss noch marinierten Thunfisch. Alles war sehr lecker und leicht zum zubereiten. Zum Abschluss erhielt jeder Teilnehmer noch ein kleines Kochbuch da wir keine Zeit zum mitschreiben hatten. In der Gruppe waren noch drei Mädels aus Deutschland dabei. Mit diesen war ich zwar nur kurz im Gespräch gewesen aber diese werde ich später zufällig wieder begegnen. Noch am selben Abend wurde es für mich wieder Zeit weiter zureisen. Eva hatte einen Weiterflug nach Saigon gebucht und Tracy war ja erst angekommen und blieb noch etwas in Hoi an.

Mein nächster Stop: Nha Trang
Eine kleine Stadt am Meer mit einem großen Strand. Genau das richtige nach den Städten und dem Straßen lärm. Am Vortag buchte ich bereits eine Übernachtung in einem sehr günstigen Hostel. Dort angekommen war ich von der Lobby erstmal begeistert jedoch nicht von dem vier Bett Zimmer. Kein Fenster, sehr kleines Bad und die Eingangstür war durch die Küche des Hostels. Naja ich will ja am Strand sein und nicht im Zimmer sitzen. Egal passt schon. Nach 3 min hatten ich meine Sachen für den Strand zusammen. Auf dem Weg dort hin (keine 10 min Fußweg) merkte ich, dass fast alles auf Russisch geschrieben war. Ich bin doch in Vietnam!!!
Wirklich alles war auf vietnamesisch und russisch geschrieben. Auch die Leute (Touris) nur Russen unterwegs. Nha Trang ist der Ballermann der Russen. Das wusste ich schon davor aber das es so krass ist hab ich mir nicht vorgestellt. Ich wunderte mich nicht, dass die Russen selbst dachten, ich bin einer von Ihnen.
Nur die Vietnamesen wussten, dass ich kein Russe bin. Ein Vietnamese fragte mich: Du bist kein Russe, woher kommst du? Aus Deutschland antwortete ich. Woher weißt du, dass ich kein Russe bin. Seine Antwort: Weil du lächelst :-)
Nach drei Stunden am Strand wurde es um 11:30 Uhr unglaublich heiß, dass ich beschloss zurück zum Hostel zugehen. Dort lernte ich das Pärchen Alice und Tom aus England kennen, die mit mir im gleichen Zimmer waren. Wir gingen abends auf dem Nachtmarkt essen. Auf dem Foto mit der Speisekarte könnt ihr sehen, was für Delikatessen es dort unter anderem gab. Wir blieben doch lieber beim Chicken!
Wenn alles klappt habe ich für die" New Year Party" in Sydney eine Übernachtungsmöglichkeit. Alice und Tom sind ebenfalls zum Jahreswechsel in Sydney und haben einen Wohnwagen mit zwei zusätzlichen Betten frei. Hoffe das klappt mit den beiden. Nach einer erneuten kurzen Nacht ging es am nächsten Tag wieder an den Strand. Ein Sturm sollte nachmittags einziehen. Noch schien die Sonne aber die Wellen waren sehr stark. Wellenstärke zwischen 2-5 Meter Höhe. Die können einen echt richtig heftig umhauen. Das kann ich nur bestätigen! ;-)
Als ich dieses Hostel buchte, wusste ich nicht, dass es jeden Freitag und Samstag ein kostenloses Essen für alle Gäste gibt. Unglaublich lecker, alles super frisch zubereitet. Habe es oft beim verlassen meines Zimmer gesehen und gerochen. Durfte sogar mithelfen beim zubereiten. Ein sehr tolles und sauberes Hostel. Da vergisst man sofort das fehlende Fenster im Zimmer.

Abends ging mein letzte Busfahrt nach Ho Chi Minh City (Saigon).
Cornelius, mit dem ich auf Halong Bay war, gab mir den Tipp mit dem Guesthouse in Saigon. Eva war bereits dort einen Tag früher angekommen und wartete bereits auf mich. Um 7 Uhr stand ich vor dem Hostel und konnte erst um 9 Uhr in mein Zimmer. Ich beeilte mich da um 9:30 Uhr ein Bus kommt, der mich und Eva zu den Cú Chi Tunnel bringt. Diese liegen 2 Std von Saigon entfernt. Schon wieder Bus :-(  da konnte ich zumindest etwas schlafen.
Die Tunnel von Cú Chi sind ein Tunnelsystem, in dem sich die Vietnamesen im Vietnamkrieg versteckt hielten.
"Die ersten Tunnel von Cú Chi entstanden 1948 in Krieg gegen die Kolonialmacht Frankreich, um Waffen, Vorräte und Menschen zu schützen. Nachdem die Vietnamesen über die Franzosen gesiegt hatten, entsandten die USA Truppen nach Vietnam. Als sie unweit von Cú Chi ein Hauptquartier errichteten, ahnten sie noch nicht, dass der Feind unter der Erde lauerte. In den 1960er-Jahren erweiterten, vietnamesische Partisanen, die Vietcong, das Tunnelsystem in Ausdehnung und Tiefe massiv, bis es schließlich auf eine Gesamtlänge von 200 Kilometern auf drei Ebenen angewachsen war. Unter der Erde waren ganze Städte entstanden mit Schulen, Lazaretten, Büros und Schlafgelegenheiten. Die unterirdischen Gebäude waren durch Tunnel von ca. 80 cm Höhe und 60 cm Breite verbunden. Als Eingänge dienten mit Grasbewuchs und Laub getarnte Klapptüren. Die Eingänge waren zudem durch einfache, aber wirkungsvolle Fallen wie Bambusspieße gesichert." Quelle Wikipedia

Nach diesem Tagesausflug war ich mehr als  K. O. und ich wurde das erstmal Krank auf der Reise. Sommergrippe Ende November hatte ich noch nicht! :-)
Leicht erkältet ging es am nächsten Tag auf Stadt Besichtigung. Bei 7,2 Millionen Einwohner kann das lange dauern. Wir besichtigten daher nur unser Viertel wo unsere Hostel ist und das War Museum (Kriegsmuseum). Ich war mit den Bildern hierzu sparsam. Manche der Bilder im Museum waren zu heftig daher zeige ich euch nur ein paar davon. Ben und Tracy waren ebenfalls in Saigon und wir gingen ein letztes mal zusammen weg. Nach diesem Abend trennten sich mal wieder die Wege. Ben musste zurück nach England, Eva hatten einen Flug nach Krabi und Tracy plante als nächstes Malaysia. Mein Weg führt mich nach Kambodscha. Ich zweifelte oft, ob ich wirklich Kambodscha besichtigen soll. Da ich weiterhin etwas krank war, wollte ich noch nicht weiter fahren.
Am nächsten Tag verabredet ich mich mit Roy und Maik aus Holland, die gerade in Saigon angekommen sind. Wir gingen in die Sky Bar um die Stadt von oben zusehen. Nach zwei Bier wollten wir gerade wieder runter, als plötzlich drei Mädels zu uns kamen. Ja, die drei Mädels aus Hoi an vom Kochkurs. Lustiger Weise kannten die Mädels auch Roy und Maik von der Busfahrt nach Saigon. Zufälle gibt's!
Der Sky Bar Besitzer wollte von uns noch allen ein Foto machen. Ich glaube er meinte was von seiner Homepage von der Sky Bar. Wir zogen also die lustigen asiatischen Hütte auf und ließen uns ablichten (das Bild nach dem Weihnachtsbaum).
PS: auch hier fangen die schon zu früh mit den Weihnachtsliedern an!

Hoffe meine Berichte gefallen euch. Freu mich über jeden Kommentar von euch. Vielen Dank
Gruss Thomas

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Ab nach SaPa mit neuen Reisebegleitern

Hunger, was esse ich heute? Fleisch und zwar richtig. Da ich schon etwas in Hanoi war, kannte ich einen guten Platz zum essen. Barbecue und das selbst grillen. Während dem ich mein essen zubereitete, setzte sich plötzlich Eva aus Israel einen Tisch nebenan. Wir unterhielten uns beim essen über dies und das und merkten dann plötzlich, dass wir im selben Hostel sind. Nach dem leckeren essen machten wir uns gemeinsam auf dem Rückweg zum Hostel, als ich zufällig Tracy auf der Straße wieder sah (Tracy war mit mir auf Halong Bay). Wir drei verabredeten uns für den gleichen Abend im Hostel zu Happy Hour (zwei "richtige" Biere zum Preis von einem). Tracy brachte noch einen Freund namens Ben aus England mit. Während der Happy Hour lernten wir noch Amanda aus England kennen. Da saßen wir nun zu fünft an der Bar und unterhielten uns über vieles und unter anderem über SaPa.
Was ist SaPa und wo liegt das?
SaPa selbst ist ein Distrikt in Nord Vietnams und liegt in 1600m Höhe. Dort befindet sich auch der größte Berg Vietnams Fansipan 3100m. In dem Gebirge Leben heute noch viele Bergvölker unter anderem der Clan Black Hmong. SaPa hat die größte Reisfelder Vietnams (evtl. der Welt?) und die schönste Aussicht zugleich. Wer nach Nord Vietnam reist, geht auch nach SaPa.
Wir fünf erkundigten uns noch am gleichen Abend im Reisebüro nach einer Tour und buchten bereits diese am nächsten Tag.
Drei Nächte und zwei Tage! Zwei Nächte im Nacht-Schlafbus und eine Nacht bei einem Bergvolk auch Homestay genannt. Auch jeweils zweimal Frühstück, Mittag und Abendessen je nach Ort im Hotel oder bei dem Einwohnern Sapa's.
Wir packten also unsere kleinen Rucksäcke für die Tour zusammen, da diese Trekking Tour mit dem großen Rucksack keinen Sinn macht. Wettervorhersage war ok (kein Regen) aber halt nur 12 Grad. Viele Klamotten für kalte Tage hab ich ja nicht dabei. Meine Regenjacke und ein dünner Pulli muss das aushalten.
Mittags wurden wir von einem Taxi abgeholt und zum Bahnhof gefahren. Wir kannten alle diese Schlafbusse nicht und waren sehr gespannt ob diese bequem sind und ob wir wirklich schlafen können.
Mit einer Stunde Wartezeit kam der Bus und wir konnten endlich losfahren. Wow echt schöner Bus und man kann da echt richtig liegen und schlafen. Da wir die ersten in diesem Bus waren, setzten wir uns ganz hinten im fünfer Bereich fest.
Keine 3 min in diesem Bus fingen die Mädels an zu kreischen. Ich wusste schon warum, den ich habe eins der Tiere schon beim Einstieg gesehen aber erstmal nichts gesagt. Hoffte es war nur eins. Ja wir haben kleine Kakerlaken im Bus.
Tja was kann man da tun? Nichts! Fahrer versteht kein Wort und andere Leute sind noch nicht im Bus. Wir zogen unsere längsten Klamotten an und hofften das die Viecher nicht überall sind. Ich schaffte es zumindest mal 7 zu töten. Nach einer Stunde Fahrt merkten wir, dass nur noch vier anderen Vietnamesen im Bus waren. Nach vier Stunden Fahrt machten wir die erste Pause in einem Dorf, welches auf der Karte nicht zu finden war. Der Fahrer machte alle Lichter im Bus aus und legte sich im Bus schlafen. Ok und wie und wann geht es weiter?!?!? Keine Antwort.
Nachdem wir auch alle etwas geschlafen haben, hupte drei Stunden später ein Minibus uns an und wir sollten alle aus dem Schlafbus raus. Ok es geht endlich weiter. Nachdem der Minibus mit 7 Leuten und hundert Paketen voll gepackt war, führen wir die restlichen zwei Stunden in die Berge.
Die Aussicht wurde durch sehr starken Nebel versperrt und wir sahen so gut wie nichts auf dem Weg nach oben. Wir sind morgens um 5 Uhr angekommen und konnten im Hotel erstmal duschen und frühstücken bevor es um 8 Uhr zur ersten Trekking Tour ging. Wir warten in der Lobby auf noch weitere Gruppen Mitglieder und lernten dort unsere Tourbegleiterin "Capul" kennen. Draußen standen bereits mehrere weitere andere Frauen und Mädels der Bergvölker. Warum und wieso schauen die uns alle so an? fragte ich mich.... Antwort folgt später.
Nach dem wir Alexandre und Pierre aus Frankreich und das frisch verheiratete argentinische Paar Solana und Arsenti kennengelernt haben ging es schon los. Kaum liefen wir los, begleiteten uns die vielen Frauen und sprachen uns gleich an. Smalltalk halt! Woher kommst du und wie heißt du etc....  Sehr nette Damen aber ich wunderte mich weiterhin erstmal warum diese uns begleiten. Nachdem wir die Straße verließen ging es erstmal durch den Wald und dann in den Matsch/Schlamm.
Jetzt wusste ich warum wir alle in Begleitung waren. Die sind alle da, um uns beim laufen / wandern zu helfen. Den es wurde eine rutschige Tour. Ich glaube es waren insgesamt 12 km mit Pausen wo wir oft deren Hilfe benötigten. Könnt ihr an den Bildern evtl. nicht sehen aber wir brauchten diese sehr oft.
Leider war der Tag doch mehr als nebelig und wir konnten daher nicht die volle Aussicht sehen. Wir hofften da mehr auf den zweiten Tag.
Nachdem wir in dem letzten Dorf angekommen waren wollten dann viele unserer Helferinnen, dass wir Souvenir, Schmuck, Taschen und Armbänder kaufen. Um mich standen sechs Frauen herum. Kauf von mir, nein Kauf von mir oder Kauf gleich zwei und mehr. Bei den anderen von der Gruppe war es nicht besser. Klar wir haben Hilfe auf dem Weg bekommen, da kann ich doch nicht so sein und nichts kaufen. Ich kaufte bei meiner Helferin mehrere Sachen und war auf einmal 20 € ärmer. Ja klingt nicht nach viel aber hier ist das eine Menge und ich habe was für daheim. Da waren aber noch andere Frauen die auch wollten, dass ich was kaufe. In dem Moment musste ich aber stur bleiben und Nein sagen und weiter gehen.
10 min später war ich dann im Haus wo uns das Mittagessen serviert wurde. Auch dort waren die Frauen und wollten uns was verkaufen. Aufdringlich.....
Nachdem wir alle fertig waren, machten wir uns auf dem normalen Straßen weg zur Gastfamilie ohne die Frauen. Wir, alle 9 kamen bei einer Gastfamilie unter. Diese bauten Ihr Dachgeschoss vor Jahren um, damit Touristen dort übernachten können. Die Familie bekommt einen Anteil von der Reise Agentur, damit wir dort schlafen und essen können. Nach einem leckeren Essen bekamen wir noch einen Reis Schnaps bevor wir mit dem Spiel (wer bin ich?) den Abend beendeten. Für die Nacht erhielten wir sehr dicke Decken und so machte es nichts, dass es keine Heizung gab.
Nach dem Frühstück (Crêpes und Obst) ging es zur zweiten Tour.
Capul unsere Tourbegleiterin sagte uns morgens, wieviel die Gastfamilie und Sie selbst bekommt. Wir waren schockiert. Fast 1 € pro Touristen bekommt die Familie und das für zweimal Essen und Logis. Wir legten Geld zusammen und übergaben es der Familie bevor wir mit der nächsten Trekking Tour starteten.
Wir hatten eine freie Sicht auf die Reisfelder und freuten uns umso mehr auf die Tour. Ok keine Sonne, aber was soll's. Auch dieses Mal hatten wir wieder Helferinnen dabei aber nicht die gleichen wie am Vortag. Zufall? ;-)
Die zweite Tour war viel einfacher zu laufen aber umso anstrengender da wir schneller waren. Nach 10 km waren wir am Ziel angekommen und konnten unseren letztes Essen in der Bergstation genießen. Wir machten noch paar Gruppen Bilder bevor mir mit dem Taxi in die Stadt zurück fuhren.
Duschen und Klamotten putzen. Was für ein Spaß!!!
Wir hatten noch vier Stunden Zeit vor dem Dinner. Wir fünf beschlossen etwas die Stadt zu besichtigen. Der Nebel war weiterhin in der Stadt da diese soweit oben liegt. Es wirkte im dunkeln wie die "vor" Weihnachtszeit. Nur die Musik fehlte. Die Stadt selbst heißt auch SaPa aber für mich war das die "The North Face City". Jeder Laden verkauft Sachen von North Face. Made in Vietnam halt!
Ich kaufte mir mit dem letzten Geld eine neue Trekkinghose da meine jetzige bald kaputt ist. Nach dem Essen im Hotel wurde es Zeit zurück nach Hanoi zufahren.
Hoffentlich nicht mit dem selben Bus und den Kakerlaken.
Unser Bus zurück war super. Toilette, Wifi und keine Kakerlaken! Morgens um 5 Uhr waren wir zurück im Hostel in Hanoi. Check-In erst um 8 Uhr möglich. Wir legten uns alle in die Lobby und schliefen die letzten Stunden durch.
Wir blieben alle fünf eine Nacht noch in Hanoi bevor sich die Wege wieder trennen.
Ben, Tracy und ich holten uns ein Hop-on Hop-off Bus Ticket nach Ho Chi Minh City (Saigon) und Eva und Amanda gingen nach Halong Bay.
Ben und ich hatten zwar das selbe Ticket aber nicht den selben Bus.
Next Hue...