Freitag, 28. November 2014

Good Morning Vietnam und Party Trip nach Halong Bay

Nach dem einstündigen Flug von Luang Prabang nach Hanoi war ich mehr als froh, dass der Flug einwandfrei ablief. Next Visum Check am Flughafen. Kaum hatte die Airport Halle erreicht schon durfte ich mich die mega lange Schlange anstellen. Gefühlte tausend Leute dicht an dicht an 8 Schaltern. Welcher Schalter ist der richtige? Oje ich schaute mir die anderen Touristen an aber diese waren genau so ratlos wie ich. Keine englische Beschriftung! Wird schon passen. Nach 90 min. konnte ich meinen Pass mit dem Visum vorzeigen. Ok ich war am Schalter für Diplomaten aber egal. Ich konnte meinen Rucksack holen und den Flughafen verlassen. Nachdem ich mir US-Doller und etwas vietnamesische Dong geholt habe, wollte ich den öffentlichen Bus nach Hanoi nehmen. Auf dem Weg zum Touristen Schalter sah ich einen weiteren Backpacker, der dort bereits stand. Cornelius aus Düsseldorf war ebenfalls auf der Suche nach diesem Bus. Wir unterhielten uns etwas und beschlossen dann zusammen nach dem Bus zu suchen, den wir auch schon bald fanden.
In Hanoi angekommen war mein erster Weg, dass Hostel "Hanoi Backpackers Original". Ich hatte dort zwar nicht gebucht, aber ich wusste, dass dort Megan aus Californien (kenne ich aus Bangkok) ist. Ich hatte mich mit Ihr, einen Tag vor dem Flug dort verabredet. Leider konnte die Rezeption mir nicht weiterhelfen also nutzte ich was WiFi des Hostels um Megan anzuschreiben. Dann lass ich Ihre Nachricht, dass Sie aufgrund eines Todesfall in der Familie zurück nach Amerika fliegt und das bereits in einer Stunde. Sie war bereits auf dem Weg zum Flughafen. Wir haben uns leider nicht mehr sehen können. Bye Megan, vielleicht sehe ich dich nächstes Jahr in Deutschland wieder.
Da standen Cornelius und ich, mitten in Hanoi. Dieses Hostel war leider bereits voll, jedoch konnten wir in dem Hostel "Hanoi Backpackers Downtown" einchecken.
Ein achtstöckiges Haus mit hunderten Backpackers. Ich war begeistert. Lobby mega gross, Zimmer und Gemeinschaftsbad mega sauber und das für 6 € in einem 10 Bett Zimmer. Das Hostel bot sogar Touren nach Halong Bay und SaPa an. Nachdem wir erstmal unsere Sachen ablegten ging es schon gleich darauf auf die Suche nach Essen. Noch in der Lobby lernten wir Micheł aus Polen kennen, der bereits seit paar Tagen in Hanoi ist und für eine Jahr in Hanoi leben und arbeiten will. Wir nannten Ihn unseren City Guide weil es uns etwas über die Stadt zeigte und wo man am besten essen und trinken gehen kann.
Hanoi ist wie: ein Unfall, schlimm anzusehen aber weck schauen geht auch nicht!
Sehr laut was den Verkehr angeht. Überall Mopeds die ständig hupen (es wird gehuppt wenn man einen anderen Fahrer überholt) und diese fahren wie die bekloppten egal wo und wie schnell.
Entweder man mag es oder nicht. Ich fand es heftig aber zugleich interessant.
Die Straßen sind voll von kleinen Imbissen am Straßenrand wo man auf Kinderplastikstühlen sitzt und ein frisch gezapftes Bier trinken kann.
Bia Hoi (selbst gebrautes Bier) kostet 5000 Dong, dass sind 0,19 € ;-) und es schmeckt. Nach einem längeren Abend ging es am nächsten Morgen auf Sightseeing Tour aber leider nicht lange, da das Wetter nicht mitspielte. Wir beschlossen im Hostel die Halong Bay Tour zu buchen. Die Tour bestand aus 3 Tagen / 2 Nächten an einem privat Strand (Castaway Island) in Halong Bay inkl. Essen.
Am nächsten Morgen um 8  Uhr ging es direkt los. Wir erhielten bunte Sombreros damit wir uns gegenseitig nicht verlieren. Bei ca. 50 Leuten kann das schnell mal passieren. Mit dem Bus führen wir erstmal zum Ufer, danach mit dem Speed Boot zum Halong Bay. Dort dann wieder mit dem Bus auf die andere Seite um mit dem Boot zur Insel zukommen. Die Insel bestand aus einem Strand dessen enden im Meer endeten. Umringt von einer riesigen Felswand waren wir dort und es gab keinen anderen Weg. Der Strand fühlte sich leicht mehlig an da dieser so fein war. Auf der Insel gab es nur eine Bar, die gleichzeitig Lobby und Treffpunkt ist. Sonst gab es nur noch die Bungalows und ein kleines Holzplato im Wasser.
Nach dem wir alle von Bord waren wurde uns ein leckeres Buffet serviert. Unsere Insel Guides erklärten uns noch paar Regeln auf der Insel die sehr einfach klangen.
1. Wann darf auf der Insel nur mit der linken Hand trinken.
2. Die Worte: My (mein) und Ten (die Zahl 10) sind verboten.
Bricht man dies oder trinkt man mit der rechten Hand, muss das Getränk welches man gerade hat in einem Schluck leer trinken oder 10 Liegestütze machen!
Aber nur wenn man erwischt wird und eine andere Person einen sieht und Buffalo schreit. Deswegen wird diese Tour auch Buffalo-Tour genannt.
Oje das werden zwei harte Tage! Das ist ja hier eher eine Sauf-Tour anstatt Entspannung. Schon beim Essen fingen die ersten an: Buffalo zu schreien.
Es wurden auch sportliche Aktivitäten angeboten: Beachvolleyball, Kanu, Klettern, Wake Boarding, Boots Tour und Tubing. Da die Sonne scheinte planten wir für den ersten Tag mal nichts. Ab an Strand und ins Wasser.....
Nach dem Dinner fingen die ersten Jungs mit Party Spielchen an. Beer Pong und Flip Cup standen auf dem Plan. Die meisten Leute auf der Tour waren nunmal Engländer, Iren und Amerikaner. Ich wunderte mich nicht warum die ersten schon um 20  Uhr mehr als gut angetrunken waren. Die Lobby wurde dann noch eine Tanzfläche und viele legten sich noch zu später Stunde ans Wasser und genossen den klaren Sternenhimmel.
Am zweiten Tag merkten wir im Kopf, dass es doch etwas zuviel war. Nach einer Runde Volleyball legte ich mich nochmals ins Bett bevor auch schon das Mittagessen serviert wurde. Da die Sonne am zweiten Tag nicht hervor kam, blieben viele Leute in ihren Bungalows. Ich ahnte, dass die Leute am zweiten Abend nicht weniger trinken werden. Dem war auch so und die gleichen Spielchen wie am Tag zu vor wurden gespielt. Ohne mich, ein Party Nacht reichte mir erstmal. Ich setzte mich eher zu den Leuten am Strand um normale Gespräche zuführen. Dort lernte ich Tracy aus Schottland kennen die mit einem Freund ebenfalls der Insel war.
Zu später Stunde erzählten uns noch die Insel Guides, dass ab ca. 23 Uhr man ins Wasser gehen kann um das Plankton leuchten zu sehen. Kaum war es soweit und der größte Teil der Leute ging ins Wasser und schwamm zum Holzplato. Auf dem Weg sahen wir das Plankton durch unsere Hände leuchten. Nicht so schön wie unter Wasser auf Koh Tao aber trotzdem wieder ein tolles Erlebnis.
Der letzte Tag brach an und wir checkten um 11 Uhr aus, da die nächste Gruppe mit dem Boot unterwegs war. Gepackt und voll gegessen stiegen wir wieder aufs Boot zurück nach Hanoi. Nach 4 Stunden Fahrt waren wir zurück im Hostel angekommen und trafen erneut Micheł der uns unbedingt zu einer Runde Wodka einladen wollte.
Ich kann doch keinem Polen eine Schnaps ablehnen. :-)
Am nächsten Tag wurde es mal wieder Zeit Tschüss zusagen. Cornelius hatte nur paar Tage in Vietnam Zeit und war in Ho Chi Minh City mit Freunden verabredet.
Nachdem Cornelius in sein Taxi zum Flughafen stieg, bekam ich Hunger.
TEIL 2 folgt bald....

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