Hunger, was esse ich heute? Fleisch und zwar richtig. Da ich schon etwas in Hanoi war, kannte ich einen guten Platz zum essen. Barbecue und das selbst grillen. Während dem ich mein essen zubereitete, setzte sich plötzlich Eva aus Israel einen Tisch nebenan. Wir unterhielten uns beim essen über dies und das und merkten dann plötzlich, dass wir im selben Hostel sind. Nach dem leckeren essen machten wir uns gemeinsam auf dem Rückweg zum Hostel, als ich zufällig Tracy auf der Straße wieder sah (Tracy war mit mir auf Halong Bay). Wir drei verabredeten uns für den gleichen Abend im Hostel zu Happy Hour (zwei "richtige" Biere zum Preis von einem). Tracy brachte noch einen Freund namens Ben aus England mit. Während der Happy Hour lernten wir noch Amanda aus England kennen. Da saßen wir nun zu fünft an der Bar und unterhielten uns über vieles und unter anderem über SaPa.
Was ist SaPa und wo liegt das?
SaPa selbst ist ein Distrikt in Nord Vietnams und liegt in 1600m Höhe. Dort befindet sich auch der größte Berg Vietnams Fansipan 3100m. In dem Gebirge Leben heute noch viele Bergvölker unter anderem der Clan Black Hmong. SaPa hat die größte Reisfelder Vietnams (evtl. der Welt?) und die schönste Aussicht zugleich. Wer nach Nord Vietnam reist, geht auch nach SaPa.
Wir fünf erkundigten uns noch am gleichen Abend im Reisebüro nach einer Tour und buchten bereits diese am nächsten Tag.
Drei Nächte und zwei Tage! Zwei Nächte im Nacht-Schlafbus und eine Nacht bei einem Bergvolk auch Homestay genannt. Auch jeweils zweimal Frühstück, Mittag und Abendessen je nach Ort im Hotel oder bei dem Einwohnern Sapa's.
Wir packten also unsere kleinen Rucksäcke für die Tour zusammen, da diese Trekking Tour mit dem großen Rucksack keinen Sinn macht. Wettervorhersage war ok (kein Regen) aber halt nur 12 Grad. Viele Klamotten für kalte Tage hab ich ja nicht dabei. Meine Regenjacke und ein dünner Pulli muss das aushalten.
Mittags wurden wir von einem Taxi abgeholt und zum Bahnhof gefahren. Wir kannten alle diese Schlafbusse nicht und waren sehr gespannt ob diese bequem sind und ob wir wirklich schlafen können.
Mit einer Stunde Wartezeit kam der Bus und wir konnten endlich losfahren. Wow echt schöner Bus und man kann da echt richtig liegen und schlafen. Da wir die ersten in diesem Bus waren, setzten wir uns ganz hinten im fünfer Bereich fest.
Keine 3 min in diesem Bus fingen die Mädels an zu kreischen. Ich wusste schon warum, den ich habe eins der Tiere schon beim Einstieg gesehen aber erstmal nichts gesagt. Hoffte es war nur eins. Ja wir haben kleine Kakerlaken im Bus.
Tja was kann man da tun? Nichts! Fahrer versteht kein Wort und andere Leute sind noch nicht im Bus. Wir zogen unsere längsten Klamotten an und hofften das die Viecher nicht überall sind. Ich schaffte es zumindest mal 7 zu töten. Nach einer Stunde Fahrt merkten wir, dass nur noch vier anderen Vietnamesen im Bus waren. Nach vier Stunden Fahrt machten wir die erste Pause in einem Dorf, welches auf der Karte nicht zu finden war. Der Fahrer machte alle Lichter im Bus aus und legte sich im Bus schlafen. Ok und wie und wann geht es weiter?!?!? Keine Antwort.
Nachdem wir auch alle etwas geschlafen haben, hupte drei Stunden später ein Minibus uns an und wir sollten alle aus dem Schlafbus raus. Ok es geht endlich weiter. Nachdem der Minibus mit 7 Leuten und hundert Paketen voll gepackt war, führen wir die restlichen zwei Stunden in die Berge.
Die Aussicht wurde durch sehr starken Nebel versperrt und wir sahen so gut wie nichts auf dem Weg nach oben. Wir sind morgens um 5 Uhr angekommen und konnten im Hotel erstmal duschen und frühstücken bevor es um 8 Uhr zur ersten Trekking Tour ging. Wir warten in der Lobby auf noch weitere Gruppen Mitglieder und lernten dort unsere Tourbegleiterin "Capul" kennen. Draußen standen bereits mehrere weitere andere Frauen und Mädels der Bergvölker. Warum und wieso schauen die uns alle so an? fragte ich mich.... Antwort folgt später.
Nach dem wir Alexandre und Pierre aus Frankreich und das frisch verheiratete argentinische Paar Solana und Arsenti kennengelernt haben ging es schon los. Kaum liefen wir los, begleiteten uns die vielen Frauen und sprachen uns gleich an. Smalltalk halt! Woher kommst du und wie heißt du etc.... Sehr nette Damen aber ich wunderte mich weiterhin erstmal warum diese uns begleiten. Nachdem wir die Straße verließen ging es erstmal durch den Wald und dann in den Matsch/Schlamm.
Jetzt wusste ich warum wir alle in Begleitung waren. Die sind alle da, um uns beim laufen / wandern zu helfen. Den es wurde eine rutschige Tour. Ich glaube es waren insgesamt 12 km mit Pausen wo wir oft deren Hilfe benötigten. Könnt ihr an den Bildern evtl. nicht sehen aber wir brauchten diese sehr oft.
Leider war der Tag doch mehr als nebelig und wir konnten daher nicht die volle Aussicht sehen. Wir hofften da mehr auf den zweiten Tag.
Nachdem wir in dem letzten Dorf angekommen waren wollten dann viele unserer Helferinnen, dass wir Souvenir, Schmuck, Taschen und Armbänder kaufen. Um mich standen sechs Frauen herum. Kauf von mir, nein Kauf von mir oder Kauf gleich zwei und mehr. Bei den anderen von der Gruppe war es nicht besser. Klar wir haben Hilfe auf dem Weg bekommen, da kann ich doch nicht so sein und nichts kaufen. Ich kaufte bei meiner Helferin mehrere Sachen und war auf einmal 20 € ärmer. Ja klingt nicht nach viel aber hier ist das eine Menge und ich habe was für daheim. Da waren aber noch andere Frauen die auch wollten, dass ich was kaufe. In dem Moment musste ich aber stur bleiben und Nein sagen und weiter gehen.
10 min später war ich dann im Haus wo uns das Mittagessen serviert wurde. Auch dort waren die Frauen und wollten uns was verkaufen. Aufdringlich.....
Nachdem wir alle fertig waren, machten wir uns auf dem normalen Straßen weg zur Gastfamilie ohne die Frauen. Wir, alle 9 kamen bei einer Gastfamilie unter. Diese bauten Ihr Dachgeschoss vor Jahren um, damit Touristen dort übernachten können. Die Familie bekommt einen Anteil von der Reise Agentur, damit wir dort schlafen und essen können. Nach einem leckeren Essen bekamen wir noch einen Reis Schnaps bevor wir mit dem Spiel (wer bin ich?) den Abend beendeten. Für die Nacht erhielten wir sehr dicke Decken und so machte es nichts, dass es keine Heizung gab.
Nach dem Frühstück (Crêpes und Obst) ging es zur zweiten Tour.
Capul unsere Tourbegleiterin sagte uns morgens, wieviel die Gastfamilie und Sie selbst bekommt. Wir waren schockiert. Fast 1 € pro Touristen bekommt die Familie und das für zweimal Essen und Logis. Wir legten Geld zusammen und übergaben es der Familie bevor wir mit der nächsten Trekking Tour starteten.
Wir hatten eine freie Sicht auf die Reisfelder und freuten uns umso mehr auf die Tour. Ok keine Sonne, aber was soll's. Auch dieses Mal hatten wir wieder Helferinnen dabei aber nicht die gleichen wie am Vortag. Zufall? ;-)
Die zweite Tour war viel einfacher zu laufen aber umso anstrengender da wir schneller waren. Nach 10 km waren wir am Ziel angekommen und konnten unseren letztes Essen in der Bergstation genießen. Wir machten noch paar Gruppen Bilder bevor mir mit dem Taxi in die Stadt zurück fuhren.
Duschen und Klamotten putzen. Was für ein Spaß!!!
Wir hatten noch vier Stunden Zeit vor dem Dinner. Wir fünf beschlossen etwas die Stadt zu besichtigen. Der Nebel war weiterhin in der Stadt da diese soweit oben liegt. Es wirkte im dunkeln wie die "vor" Weihnachtszeit. Nur die Musik fehlte. Die Stadt selbst heißt auch SaPa aber für mich war das die "The North Face City". Jeder Laden verkauft Sachen von North Face. Made in Vietnam halt!
Ich kaufte mir mit dem letzten Geld eine neue Trekkinghose da meine jetzige bald kaputt ist. Nach dem Essen im Hotel wurde es Zeit zurück nach Hanoi zufahren.
Hoffentlich nicht mit dem selben Bus und den Kakerlaken.
Unser Bus zurück war super. Toilette, Wifi und keine Kakerlaken! Morgens um 5 Uhr waren wir zurück im Hostel in Hanoi. Check-In erst um 8 Uhr möglich. Wir legten uns alle in die Lobby und schliefen die letzten Stunden durch.
Wir blieben alle fünf eine Nacht noch in Hanoi bevor sich die Wege wieder trennen.
Ben, Tracy und ich holten uns ein Hop-on Hop-off Bus Ticket nach Ho Chi Minh City (Saigon) und Eva und Amanda gingen nach Halong Bay.
Ben und ich hatten zwar das selbe Ticket aber nicht den selben Bus.
Next Hue...
Boo,wie kannst du all deine Erlebnisse so schnell verarbeiten ? Viele Grüße Anita
AntwortenLöschenHallo Thomas, danke auch für die tolle Bilder. Viel Spaß noch und schöne Grüße auch vom Oma.
AntwortenLöschenwen ich das in Vietnam buche ,welche KOsten komme auf mich zu :Ich würde gern nach Hanoi fliegen,Stadrrundfahrt ect selbst organisation,was direkt muss ich zahlen und tun um Sapa 1-3 Tage abenteurreich zu bereisen .
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