Montag, 22. Dezember 2014

Kambodscha in paar Tagen

Nach einem schönen lustigen letzten Tag wurde es Zeit Vietnam zu verlassen. Meine Entscheidung nach Kambodscha zu gehen gefiel mir immer besser. Ich holte mir gleich ein Ticket für den Bus und wechselte schnell noch mein Geld in US Dollar.
Für die Einreise nach Kambodscha braucht man 20 US Dollar sonst kommt man nicht rein. Nachdem ich mich von Tracy verabschiedete ging ich im strömenden Regen zum Bus. In letzter Minute kam ich an und konnte mit den anderen zwei Backpackern nicht mehr reden, da mein Platz in mitten von den anderen Khmer (Einwohner Kambodscha's) war. Die Fahrt zur Grenze dauerte ca. 3 Std. Davor sammelte der Fahrer in einer Fahrtpause unsere Personalausweis + 5 Dollar extra "damit er das Visum macht". Naja mir blieb nichts anderes übrig.
Die Grenze war zur später Stunde sehr gut besucht. Nachdem wir von Vietnam ausgereist sind, mussten wir ca eine Stunde auf unseren Ausweise warten und das an einer offenen Bus Station. Dann ging endlich weiter und wir erreichten nach weiteren paar Stunden die Hauptstadt Kambodschas Phnom Penh.
Einer der Backpacker unterhielt sich mit dem Fahrer als dieser seine Sachen packt und aussteigen will. Der zweite Backpacker packt ebenfalls seine Sachen und steigt aus. Ok, was ist jetzt los. Warum steigen die beiden aus? Zwei Gedanken: erstens ich steige auch aus und sehe was passiert und wo ich bin oder zweitens ich fahre mit den anderen Leuten im Bus zur Station.
Ich entschied mich ebenfalls zum aussteigen. Draußen sagten mir die beiden, dass das hier das Backpacker Viertel ist und der Bus in die Innenstadt fährt.
Da standen wir drei Backpacker in einer schlecht beleuchteten Straße und schauten mit unseren Handys nach den Hostels in der Gegend.
So lernte ich Mike aus Portugal kennen. Nachdem der dritte in ein Hotel gegangen ist, suchten Mike und ich weiter nach einem Hostel welches wir 10 min fanden.
"The White Rabbit" komischer Name aber egal. Es ist mitten in der Nacht. Hauptsache wir haben eine Unterkunft.
Beim Frühstück am nächsten Tag unterhielten Mike und ich uns etwas und stellten fest, dass wir die selben Ziele zur fast gleichen Zeit in Kambodscha haben. Meine Entscheidung aus dem Bus früher auszusteigen war genau die richtige. Neuer Reisebegleiter für Kambodscha hab ich schon. So schnell kann das mal gehen.
Wir planten als erstes den Besuch der "Killing Fields von Choeung Ek", die sich ungefähr mit dem Tuktuk eine halbe Stunde außerhalb der Stadt befinden. Was man hier zu sehen bekommt, lässt einem mehr als Gänsehaut aufstehen. Die Killing Fields unter der Regierung von Pol Pot und den Roten Khmer von 1975 bis 1979 eine Art Konzentrationslager für alle Gebildeten, Intellektuellen und denen, die nur so aussahen. Pol Pot wollte einen kommunistischen Bauernstaat errichten und ließ erbarmungslos alle hinrichten, die dem im Wege stehen. Ausgestattet mit einem guten deutschsprachigen Audioguide kann man das Gelände völlig ungezwungen ablaufen und es ist wirklich grausam, zu sehen, wie z.b. noch Zähne, Knochen und Kleidungsstücke herumliegen, von denen, die umgebracht wurden. Wir waren total geschockt, wie Kombodschaner einst ihre eigenen Landsleute umbrachten und hinrichten ließen. Wirklich sehr schlimm was da passiert ist. Danach fuhren wir noch in das Museum über die Geschichte Kambodscha's, die Killing Fields und Pol Pot's Regime.
Zurück im Hostel planten wir direkt unser nächstes Ziel. Im Hostel selbst konnten wir unsere Tickets für die Insel Koh Rong buchen. Um 7 Uhr morgens ging es auch schon los und wurden pünktlich auf die Sekunde abgeholt.
Koh Rong liegt ebenfalls am Golf von Thailand aber halt auf der anderen Seite. Die Insel ist für seinen Party Strand aber auch für den einsamen weißen Strand bekannt. Auf der Insel gibt es nur 6 Std pro Tag Strom und somit auch selten Wifi und warm Wasser. Auf der Insel angekommen schaute ich erstmal nach alten Gesichtern. Den ich musste bereits, dass Franziska auf der Insel ist. Nach Laos ging Sie direkt nach Kambodscha und ich nach Vietnam. Wiedersehen nach einem Monat auf Koh Rong.
Mike und ich suchten erstmal nach einem Hostel als Lucy aus Australien uns ansprach ob Sie sich uns anschließen kann. Wir drei suchten am Party Strand nach einem schönen Platz. Nachdem wir die Rucksäcke ablegten ging es direkt ins Meer.
Relaxen am Strand und einfach mal nichts tun.....
Abends ging es in die Strand Disco welche sich direkt eben unser Hostel Zimmer befand. Wird ja nicht lange gehen. Spätestens um 2 Uhr nachts geht die Musik aus da es keinen Strom mehr gibt. Leider war das nicht der Fall da die Disco über einen Stromgenerator verfügte. Die Musik ging tatsächlich bis 5 Uhr morgens. Wir hatten also alle drei eine sehr schlechte Nacht und wechselten gleich am Morgen unser Hostel. Wir buchten dort gleich noch eine Tour mit Schnorcheln, Fischen, einsamer langer Strand mit BBQ Abend. Geplant war noch, dass wir nachts nochmals mit dem Boot rausfahren um das Plankton zusehen jedoch zog abends ein Gewitter auf und somit viel dies leider aus. Regen über regen die ganze Nacht. Am nächsten Morgen wurde es schon wieder Zeit aufs Festland zurück zu fahren. Unser nächstes Ziel war Siem Reap und die Tempel von Angkor Wat. Mike und ich hatten unsere Tickets bereits auf der Insel gebucht. Lucy war etwas spät dran. Wir sahen Sie noch auf dem Boot aber dann leider nie mehr wieder.
Siem Reap war ganz anders als Phnom Penh. Sauber, nette Leute und viel leichter zu besichtigen. Mike kannte paar Reisebegleiterinen die bereits in Siem Reap waren daher gingen wir in das gleiche Hotel. Dort angekommen gingen wir mit den drei Mädels aus England direkt zur Sehenswürdigkeit Nummer eins von Kambodscha. Der Tempel von Angkor Wat. Die Tempel Anlage ist so groß, dass wir einen Tuktuk Fahrer für den ganzen Tag buchen mussten. Dieser war günstig im Gegensatz zum Eintritt für die Tempel Anlage. Naja einen Besuch muss es wert sein. Leider weiß ich heute nicht mehr alle Namen der Tempel Anlage aber die Bilder zeigens ja. ;-)
Wer den Film Tomb Raider mit Lara Croft kennt, erkennt vielleicht auf den Bildern paar Szenen vom Film. Dieser wurde in der Anlage gedreht.
Mein Handy war leider nicht komplett aufgeladen daher fehlen mir die Bilder von dem Haupttempel von Angkor Wat. Mike wird mir hoffentlich bald paar Bilder schicken. Nachdem wir den ganzen Tag die Anlage besichtigten und eine schönen Sonnenuntergang sahen ging es zurück ins Hotel.
Am nächsten Tag planten wir einen Besuch in einem "Orphanage"  Waisenhaus welches in der Gegend war. Bevor wir dort hinführen gingen wir für die Kinder noch Spielzeug und Süßigkeiten einkaufen. Ich machte mir davor viele Gedanken über die Kinder da ich noch nie in einem Waisenhaus war.
Dort angekommen trafen wir noch drei andere Backpacker welche dort freiwilligen Arbeit leisten. Nach einer Rundführung kamen die Kinder gerade von der Schule zurück und freuten sich sehr uns zu sehen. Da die Kinder in der Schule englisch unterrichtet werden klappte die Kommunikation sehr gut. Ich war erstaunt, dass die Kinder alle Glücklich wirkten und dauert lachten. Nach dem wir den Kindern die Spielsachen und Süßigkeiten übergaben konnten wir mit den noch spielen und mehr über das Waisenhaus erfahren. Hauptthema war die finanzielle Situation des Waisenhauses und der tägliche Ablauf der Kinder. Die Leitung macht einen sehr guten Job jedoch fehlt es immer am Geld. Die Kinder kriegen dreimal täglich Essen und gehen viermal die Woche zur Schule. Die jüngsten werden im Waisenhaus von dem Waisenhausleiter unterrichtet. Derzeit müssen sich leider vier bis sechs Kinder ein Bett teilen. Dafür sammelt derzeit die Leitung Geld, für mehr Betten und neue Matratzen. Nachdem viele Kinder wieder zurück zur Schule mussten (Mittagspause war vorbei) spielten wir noch mit den jüngsten Kindern. Wir legten noch etwas Geld für neue Matratzen zusammen bevor der Nachmittag dem Ende zuging und wir Tschüss sagen mussten.
Nachdem wir im Hotel zurück dachten wir viel über die Kinder nach..........(ich denke jetzt zwei Wochen später immer noch öfters daran).
Der letzte Tag in Kambodscha brach an und Mike und ich machten uns auf dem Weg nach Bangkok. Jetzt kam der schwierigste Grenzübergang auf meiner Reise. Die Grenze von Kambodscha nach Thailand ist ein Thema für sich. Es gibt viele Berichte von Leuten welche an der Grenze abgezogt oder abgelehnt wurden. Auch wir beide könnten Probleme kriegen da wir erneut nach Thailand einreisen wollen. Um 6 Uhr morgens waren wir dann an Grenze. Unser Busfahrer zeigte uns den Weg, den Rest müssen wir selbst machen. Wir stellten uns in die Schlage zum Ausreisen an als ich plötzlich paar Meter vor mir Franzi wieder sah. Selbst an der Grenze trifft man alte Leute wieder. Ausreise war einfach. Perso abgeben und Lächeln, alles prima. Die Einreise nach Thailand ist nicht so einfach. Erstmal wieder Visum zettel ausfühlen und warten. Vor uns sahen wir mehrere Leute, meist Asiaten welche keine Freigabe für Thailand erhielten. Warum weiß ich auch nicht. Dann auch zwei Touristen welche nicht einreisen dürften. Oje das wird gleich lustig wenn ich nicht einreisen darf. Ich war an der Reihe. Lächeln war aufgesetzt und mein Zettel vollständig ausgefühlt. Dann kamen die Fragen des Grenzkontrolleurs: Warum Reisen Sie erneut nach Thailand ein, wo gehen Sie genau hin und wie lange bleiben Sie genau in Thailand? Nachdem ich alles beantwortet, kam noch die Frage ob ich Drogen mit dabei habe? Jetzt mal ehrlich, wer antwortet auf diese Frage schon mit Ja? Naja bei mir war alles ok und ich bekam meinen Stempel im Perso.
Thailand ich bin wieder da. Mittags in Bangkok angekommen trennten sich die Wege von Mike und mir. Ich blieb noch eine Nacht in Bangkok bevor ich auf Koh Samet fuhr. Eine kleine Insel welche nur paar Stunden von Bangkok entfernt liegt. Drei Tage auf der Insel reichten aus, um einfach mal nichts mehr zu tun. Am Strand liegen und Sonne genießen. Ehrlich das war auch fast alles was ich drei Tage gemacht habe.
Zurück in Bangkok hatte ich nur noch zwei Tage. Den meine Zeit in Südostasien war vorbei. In zwei Tagen sitze ich schon im Flieger nach Australien. Eva war ebenfalls noch einen Tag in Bangkok. Wir gönnten uns noch die letzten Massagen, Pai Thai Essen und ein richtiges Hotel.
Drei Monate Südostasien waren vorbei. Oh mein Gott, drei Monate sind schon vorbei? Die Zeit verging so schnell. Ich will garnicht nach Australien. Es gibt noch so viele andere Länder und Städte zu sehen. So viele Gedanken, Australien war noch garnicht so richtig in meinem Kopf.

FAZIT: Ich hatte eine super, aufregende, spannende Zeit und konnte so viele Leute (auch paar Freunde) kennenlernen und begleiten. Keine meiner Entscheidungen habe ich bis jetzt bereut oder falsch gewählt.
Der Weg führt einen an ein Ziel, was man dort daraus macht ist ausschlaggebend.

Liebe Leute daheim, ich wünsche euch Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Liebe Grüße aus Harvey Bay (Australien)

5 Kommentare:

  1. Hallo Thomas, es sind zwei Tage vor Weihnachten und ich habe grad 13 Grad auf dem Balkon...nur damit du nicht glaubst wir haben Schnee ;-)
    Für dich ist Asien vorbei und ich möchte dir für deine Berichte danken. Diese haben es mir ermöglicht bisschen mit dir zu reisen. Ich freu mich auf Australien. Vielleicht schaffen wir es am 24 zu skypen. LG

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  2. Hallo Thomas, danke für deine Berichte. Bin auf die nächsten Fotos gespannt.Ich wünsche dir eine gute weiter Reise. LG Papa

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  3. Lieber Thomas,heute denken wir ganz besonders an dich.Interessante, außergewöhnliche und fröhliche Weihnachten ! Anita

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  4. LieberThomas ,du bist jetzt sicher in Australien.Freu' dich über ein buntes,funkelndes Silvesterfest dort.Die besten Wünsche für 2015 !!! Anita.

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